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Österreich: Pflegekräfte dürfen ab 2026 früher in Rente gehen
Ab 1. Januar 2026 gilt Pflegearbeit in Österreich offiziell als Schwerarbeit. Pflegekräfte können dann bereits mit 60 Jahren in Rente gehen, wenn sie mindestens 45 Versicherungsjahre und in den letzten 20 Jahren mindestens zehn Jahre Schwerarbeit nachweisen.
Die Regierung setzt damit eine langjährige Forderung von Gewerkschaften und Pflegeorganisationen um und stellt 40 Millionen Euro für die Maßnahme bereit.
Neu ist, dass künftig nicht nur körperliche, sondern auch psychische und Mehrfachbelastungen bei der Bewertung von Schwerarbeit berücksichtigt werden sollen. Die Berechnung soll auf Arbeitsstunden statt auf Arbeitstage umgestellt werden, Details dazu werden noch ausgearbeitet.
Die Initiative wird von Arbeiterkammer, Volkshilfe und Gewerkschaften begrüßt, es gibt aber auch Forderungen nach einer Ausweitung – etwa auf Ausbildungszeiten oder Betreuungsberufe. Kritik kommt von der Opposition: FPÖ und Grüne bemängeln, dass die Hürden mit 45 Versicherungsjahren zu hoch seien und viele Pflegekräfte davon nicht profitieren könnten.
Die Regierung betont, dass die Maßnahme ein Zeichen der Wertschätzung für die herausfordernde Arbeit der Pflegekräfte sei, die oft mit psychischen Belastungen, Schichtarbeit und Personalmangel konfrontiert sind. 60 Prozent der Pflegekräfte würden ihre Arbeit als psychisch stark belastend einschätzen, 48 Prozent über Rückenschmerzen berichten.
Über die geplante Reform berichtete zuerst der ORF.
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