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Pflegekammer NRW verabschiedet Berufsordnung für Pflegefachpersonen
Die Pflegekammer Nordrhein-Westfalen hat am 10. April erstmals eine Berufsordnung für Pflegefachpersonen verabschiedet.
„Die Verabschiedung dieser Berufsordnung war längst überfällig. Sie ist ein starkes Zeichen für die Selbstbestimmung und Professionalität unseres Berufsstandes“, erklärt Leah Dörr, Vorstandsmitglied der Pflegekammer NRW und zuständig für das Ressort Berufsfeldentwicklung, laut Pressemitteilung. Ziel sei es, Pflegefachpersonen im Berufsalltag Orientierung und Sicherheit zu geben und ihre Rolle im Gesundheitswesen zu stärken.
Die neue Ordnung beschreibe, was professionelle Pflege ausmacht – im Umgang mit Patient:innen, Bewohner:innen und Klient:innen ebenso wie in der Zusammenarbeit mit Kolleg:innen. Ein zentrales Element sei die Betonung der Eigenverantwortung: Pflegefachpersonen dürfen und sollen fachlich begründete Entscheidungen treffen und ärztliche Anweisungen kritisch hinterfragen.
„Die Berufsordnung bietet Pflegefachpersonen endlich ‚ein Papier‘, das sie im Ernstfall zücken können, um zu sagen: ‚Dafür bin ich laut meiner Berufsordnung verpflichtet‘“, so Dörr weiter. Die Ordnung definiere zudem klare Grenzen zu berufsfremden Tätigkeiten wie etwa dem Pfortendienst.
Bereits im Frühjahr 2024 hatte die Pflegekammer NRW in Regionalkonferenzen den Dialog mit ihren Mitgliedern gesucht. Viele Rückmeldungen aus diesen Veranstaltungen flossen laut Meldung in die Ausarbeitung der Berufsordnung ein. Ilka Mildner, ebenfalls Vorstandsmitglied und verantwortlich für Partizipation und Mitgliederbefragung, betont: „Die breite Beteiligung unserer Mitglieder war entscheidend für die Akzeptanz der Berufsordnung.“
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