News

Kritik und Zustimmung zur neuen Pflegeassistenz

Die Ausbildung zur Pflegeassistenz soll vereinheitlicht werden. Die AOK begrüßte die Reform, Kritik kam von den Arbeitgebern.

Pflegerin hilft Seniorin beim schälen von Obst
Angesichts des Personalmangels in der Pflege setzt die Bundesregierung auf den verstärkten Einsatz von Pflegehilfen. Foto: AdobeStock/Karin & Uwe Annas

Kritik an dem Vorhaben äußerte der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa): „Die Bundesregierung ist den Empfehlungen vieler Trägerverbände und einiger Länder nicht gefolgt und bringt eine Pflege-Assistenzausbildung mit einer Dauer von 18 Monaten auf den Weg. Damit ist die Chance verpasst worden, schnelle Entlastung für Pflegekräfte und pflegende Angehörige zu schaffen. Das ist ernüchternd.“

18 Monate sind nicht die beste Lösung

Ähnlich zurückhaltend äußerte sich der Arbeitgeberverband Pflege: „In der Altenpflege brauchen wir keine Maximalqualifikation, sondern eine Grundlagenausbildung. 18 Monate sind ein Kompromiss, aber nicht die beste Lösung. Wir hätten uns mehr Pragmatismus vom Gesetzgeber gewünscht.“

Dagegen hieß es bei der AOK, eine Ausbildungszeit von 18 Monaten sei angemessen, um den Anforderungen der Pflegeberufe gerecht zu werden. Die Reform schaffe ein modernes Ausbildungssystem.

Dass die Ampel zur Finanzierung allerdings plane, fast 240 Millionen Euro pro Ausbildungsjahr auf die gesetzlichen Krankenkassen abzuwälzen und 17,7 Millionen auf die Pflegeversicherung, „lehnen wir entschieden ab, allein schon aus ordnungspolitischen Gründen“. Hier seien ausschließlich die Länder in der Pflicht.

Der VKAD begrüßt die festgelegte Ausbildungsdauer von 18 Monaten. Dazu VKAD-Geschäftsführer Andreas Wedeking: „Die 18-monatige Pflegeassistenzausbildung ist ein wichtiger Schritt, um den aktuellen Anforderungen im Pflegebereich gerecht zu werden. Durch das neue einheitliche Kompetenzprofil können Aufgaben zwischen Assistenzkräften und Fachkräften besser verteilt werden. Damit wird das gesamte Pflegeteam gestärkt.“

Die Ausbildung sei jetzt endlich anschlussfähig an die Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann und eröffnet damit Aufstiegsmöglichkeiten.