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Pflege-Azubis bei Konflikten helfen: Ombudsfrau nimmt Arbeit auf

In Berlin soll eine Ombudsfrau dafür sorgen, dass Pflege-Azubis bei Konflikten nicht hinschmeißen.

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Auszubildende in der Pflege sollen wegen Konflikten am Arbeitsplatz nicht die Ausbildung abbrechen. In Berlin soll eine ehrenamtliche Ombudsfrau eine niedrigschwellige Anlaufstelle sein. (Symbolbild) Foto: AdobeStock/MonkeyBusiness

Die derzeit knapp 6.800 Pflege-Azubis in Berlin können sich bei Konflikten an ihren Ausbildungsstätten künftig an eine eigens dafür eingerichtete Anlaufstelle wenden. Der Präsident des Landesamts für Gesundheit und Soziales (Lageso), Alexander Straßmeir, bestellte am 27. Februar die erste ehrenamtliche Ombudsfrau Annette von Lersner-Wolff in der Senatsverwaltung für Pflege. Eine Ombudsstelle für Auszubildende nach dem Pflegeberufegesetz wurde bereits am Lageso eingerichtet. „Ab 1. März geht’s dann los“, sagte Lersner-Wolff. Hauptintention sei es, Azubis bei Krisen zu stärken. Sie hoffe auf deren Vertrauen und wolle die Anliegen vertraulich und neutral behandeln.

Ziele des kostenlosen Angebotes sind eine Verbesserung der Ausbildung und das Verhindern von Ausbildungsabbrüchen. Azubis sollen sich bei Streitigkeiten mit den Trägern der praktischen Ausbildung niedrigschwellig melden können. Die Volljuristin Lersner-Wolff ist nach Behördenangaben seit rund einem Jahr im Ruhestand und war zuvor mehr als 30 Jahre in der Berliner Verwaltung tätig, unter anderem im Pflegebereich. Denkbare Problemlagen von Azubis seien etwa die Realität der Praxisanleitung, Personalengpässe und möglicherweise auch psychische Belastungen, sagte Lersner-Wolff.

Sie freue sich, ein Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einlösen zu können, sagte Berlins Pflegesenatorin Ina Czyborra (SPD). Bei der Pflegeausbildung, die für die Fachkräftesicherung wichtig sei, bemerke man zunehmend, dass die Finanzierung allein nicht immer zum gewünschten Erfolg führe. Immer öfter gebe es Hinweise auf andere Gründe, wie etwa Konflikte zwischen Azubis und Ausbildungsstätten. „Auch die Pandemie hat ihre Spuren in den Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern hinterlassen.“ Man könne es sich aber nicht leisten, Azubis auf dem Weg zur Pflegefachkraft zu verlieren. Wichtig sei auch, durch die neue Anlaufstelle strukturelle Probleme zu erkennen.

Passend dazu: Die schwarz-rot-gelbe Koalition in Sachsen-Anhalt will die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessern. Dafür soll die Landesregierung unter anderem prüfen, ob ein Abschluss Pflegeassistenz eingeführt werden kann.