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Studie: Pflege in Bayern steht personell bald auf der Kippe
Die Pflege in Bayern steht nach Ansicht von Fachleuten noch in diesem Jahrzehnt personell auf der Kippe.
Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern (VdPB) präsentierte am 15. Januar die Ergebnisse der zweiten Runde ihrer Monitoringstudie Pflegepersonalbedarf Bayern 2023 in Nürnberg. Es werde vermutlich noch vor 2030 der Punkt erreicht, an dem die Zahl der erfolgreich ausgebildeten neuen Pflegepersonen die Zahl der aus Altersgründen ausscheidenden Beschäftigten nicht mehr ersetzen könne.
Selbst wenn sich Bezahlung, Arbeitsbedingungen und weitere Faktoren deutlich verbessern würden, werde sich an der demografisch bedingten Personalknappheit nichts ändern, schreiben die Autoren der Studie. Der Anteil von Menschen über 75 Jahren an der Bevölkerung werde bis 2040 deutlich steigen. In 24 von 96 Landkreisen und kreisfreien Städten liege die Steigerungsrate bei mehr als 50 Prozent, am deutlichsten im Landkreis Bamberg mit 63,6 Prozent.
Arbeitsmarkt ist leer gefegt
Die Zahl der Beschäftigten in der Pflege sei in den vergangenen Jahren ebenfalls nach oben gegangen. Im Jahr 2022 seien 117 384 Menschen in Bayern sozialversicherungspflichtig in der Pflege tätig gewesen. Das seien 4116 mehr als noch 2019 gewesen. Jedoch ist der Arbeitsmarkt praktisch leer gefegt. 2022 waren in Bayern 604 Angehörige von Pflegeberufen in der Krankenpflege arbeitslos gemeldet, die Arbeitslosenquote lag bei 0,49 Prozent. Dem standen 2999 offene Stellen gegenüber.
„Die Ergebnisse unserer Monitoringstudie widerlegen zwar deutlich den Mythos vom sogenannten Pflexit, der den Ausstieg aus dem Pflegeberuf als signifikante Größe zu beschreiben versucht. Aber sie zeigen ebenauch, dass wir selbst bei steigender Ausbildungskapazität schon in wenigen Jahren nicht mehr so viele Pflegefachpersonen in den Beruf bringen, wie uns die Demografie kosten wird, wenn die Boomer-Jahrgänge in Rente gehen“, sagte VdPB-Präsident Georg Sigl-Lehner.
Die Monitoringstudie wurde wie bei ihrem ersten Durchlauf im Pandemiejahr 2020 im Auftrag der VdPB federführend durchgeführt von Prof. Dr. Michael Isfort von der Dienstleistung, Innovation, Pflegeforschung GmbH (DIP) und von Prof. Dr. Thomas Klie von der AGP Sozialforschung.
Eine Antwort auf “Studie: Pflege in Bayern steht personell bald auf der Kippe”
MonitoringStudie bestätigt zutreffend, absehbarer gravierender Fachkräftemangel im gesamten Gesundheitsbereich..Rettungsdienste, Pflegedienste, aber auch bei Feuerwehren, THW …
Dieser historische Personalmangel zeichnet sich seit Jahren bereits ab. Die sogenannten „Gesundheitspolitiker/innen“, auch in Bayern, ducken sich bisher weg…
Aktuell allerdings zeigt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder ansatzweise Sympathie für die Dienstpflicht für ALLE Schulabgänger/innen, bravo !
Seit Jahren setzt sich der Bundespräsident bereits für die Einführung der Dienstpflicht vehement ein.. bisher ungehört…
PRO Senioren PAKT
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