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Analyse: Für insolvente Heime finden sich schnell neue Betreiber
Laut einer Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE fanden sich 2023 für insolvente Pflegeheime in der Regel schnell neue Betreiber – oft ohne Abstriche bei Mieten und Pachten.
Das vergangene Jahr habe auch eine positive Erkenntnis gebracht, resümiert Jan Linsin, Head of Research bei CBRE in Deutschland, in einer Pressemitteilung. So gab es zwar diverse Betreiberinsolvenzen im Pflegeheimsegment, für die Objekte fanden sich jedoch in der Regel schnell neue Betreiber – oft ohne Abstriche bei den Mieten und Pachten. „Das Betreiberrisiko ist also durchaus real, aber deutlich überschaubarer als von vielen Akteuren befürchtet und für den Investor mit professioneller Beratung auch zu managen“, so Linsin.
Pflegeeinrichtungen bestimmen den Markt
Dennoch: Das Transaktionsvolumen betrug mit 931 Millionen Euro im zurückliegenden Jahr 63 Prozent weniger als 2022. Damit lag die Investitionsdynamik in etwa auf dem Niveau von 2017, heißt es laut Mitteilung weiter. Der Anteil internationaler Investoren habe mit 17 Prozent, 29 Prozentpunkte weniger als 2022 betragen. Pflegeheime und Betreutes Wohnen bestimmten den Markt. Mit 578 Millionen Euro entfiel der Analyse zufolge der Großteil des Transaktionsvolumens (62 Prozent) auf Pflegeheime. Auf Platz zwei lag demnach Betreutes Wohnen mit 262 Millionen Euro (28 Prozent). Die Spitzenrendite von Pflegeheimen stieg laut Analyse innerhalb der letzten zwölf Monate um 0,8 Prozentpunkte auf 5,2 Prozent. Allerdings sei auch eine steigende Investorennachfrage nach Ärztehäusern und medizinischen Versorgungszentren zu verzeichnen.
Der Preisfindungsprozess am Gesundheitsimmobilienmarkt dürfte nun jedoch größtenteils abgeschlossen sein, so die Experten. „Mit dem Renditeanstieg, den wir im Jahresverlauf 2023 beobachten konnten, haben die Preise wieder ein Niveau erreicht, auf dem die Objekte für institutionelle Investoren interessant werden“, sagt Tim Schulte, Senior Director Valuation Advisory Services.
Ausblick 2024
Seniorenimmobilien, Gesundheitszentren und soziale Infrastruktur stünden bei einer Vielzahl von Investoren weit oben auf der Agenda – insbesondere bei institutionellen Investoren, nicht zuletzt auch deshalb, weil damit ein Teil ihrer ESG-Strategie (Environment, Social, Governance) umgesetzt werden könne. „Wir erwarten, dass sich deren Interesse im Jahresverlauf 2024 auch in einer größeren Dynamik auf dem Investmentmarkt niederschlagen dürfte. Gerade für die dringend notwendige soziale Transformation Deutschland wird privates Kapital benötigt, zumal es nicht nur an bezahlbaren Wohnformen für eine alternde Gesellschaft fehlt, sondern auch an modernen, leistungsfähigen Gesundheitsimmobilien“, so Marco Schnell, Senior Director Investment Advisory Services.
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