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„Wir verdienen wieder Geld mit unserem Kerngeschäft“
Die compassio Gruppe hat 2024 wieder Gewinn erzielt und widersetzt sich dem negativen Branchentrend.
Die compassio Gruppe, einer der größten privaten Betreiber stationärer Pflegeeinrichtungen in Deutschland, hat im Geschäftsjahr 2024 nach eigenen Angaben die Rückkehr in die Gewinnzone geschafft. Der Umsatz überschritt erstmals die Marke von 500 Millionen Euro, die operative Marge lag bei 2,5 Prozent.
Das Ergebnis fällt in eine Phase, in der die Branche unter Druck steht. In den letzten zwei Jahren verzeichnete der Pflegesektor laut Unternehmensangaben über 1.000 Insolvenzen und Schließungen (siehe auch „Deutschlandkarte Heimsterben„). Die compassio Gruppe führt die eigene Entwicklung auf mehrere operative Maßnahmen zurück: Eine Belegungsquote von 92 Prozent, der vollständige Verzicht auf Leiharbeit sowie ein „straffes Kosten- und Pflegesatzmanagement“ hätten maßgeblich zur wirtschaftlichen Stabilisierung beigetragen.
Im vergangenen Jahr nahm das Unternehmen acht neue Einrichtungen mit rund 1.000 Pflegeplätzen in Betrieb. Der Ausbau der sogenannten „Jungen Pflege“ wird als strategisches Wachstumsfeld weiterverfolgt. Insgesamt betreibt compassio aktuell 94 Einrichtungen mit über 10.800 Plätzen, darunter auch Tagespflege, betreutes Wohnen und außerklinische Intensivpflege.
Seit dem Amtsantritt von CEO Christopher Nolde vor 20 Monaten setzt die Unternehmensführung laut Mitteilung verstärkt auf eine betriebswirtschaftlich geprägte Steuerung. „Zusammen mit Oliver Jaenicke (CFO), Monika Nirschl (COO) und Johannes Knake (CPO) führen wir das Unternehmen konsequent nach betriebswirtschaftlichen Kennzahlen“, so Nolde. Dabei komme eine „lebendige, agile und ergebnisorientierte Führungskultur“ zum Einsatz.
Auch personell wuchs das Unternehmen deutlich: 3.300 neue Mitarbeitende wurden 2024 eingestellt. Nolde betont: „Leadership, gute Dienstpläne und offene Kommunikation wirken direkt positiv auf Team und Bewohner:innen. Wir verdienen wieder Geld mit unserem Kerngeschäft – und setzen weiter auf Wachstum“. Bis 2030 soll die Zahl der Einrichtungen auf etwa 120 steigen.
Tipp: Christopher Nolde ist Referent bei der EXPO Living & Care am 24. Juni und spricht zu „Empathie und klare Kante: Leadership in der Pflege!“ Tickets gibt es hier: https://www.expo-living.care/#anmeldung
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