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VKAD-Analyse: Pflegekräfte verdienen bei der Caritas am besten

Laut einer Veröffentlichung des VKAD verdienen Pflegekräfte bei der Caritas am besten. Besonders profitieren demnach Hilfskräfte von den gestiegenen Löhnen.

Ein aktueller Vergleich der Caritas-Altenpflege mit anderen Pflegeträgern und Branchen in Deutschland zeigt: Die Caritas behält ihre Spitzenposition in der Vergütung bei. Foto: Adobe Stock/ ronstik

Die Publikation des Verbandes katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) vergleicht laut Pressemitteilung des Verbandes die Gehälter von Fachkräften, Hilfskräften und Auszubildenden bei der Caritas mit denen anderer Pflegeträger sowie den Löhnen anderer Branchen. Pflegefachkräfte verdienen bei der Caritas demnach in Vollzeit 4.194 Euro im Monat – gut 200 Euro mehr als bei anderen Trägern und sogar mehr als ein Mechatroniker mit 3.874 Euro monatlich.

Hilfskräfte in der Pflege profitieren von Gehaltssteigerung am stärksten

Der Vergütungsabstand der Caritas zur Pflegebranche insgesamt sei auf die höchste Tariferhöhung des Wohlfahrtsverbandes seit 50 Jahren zurückzuführen. Mitarbeitende der Caritas erhalten im Jahr 2024 mehr als 11 Prozent mehr Lohn, heißt es in der Meldung weiter. Von dieser Steigerung profitieren Hilfskräfte laut Mitteilung am stärksten. Pflegehilfskräfte ohne Ausbildung verdienen demnach bei der Caritas 3.302 Euro im Monat – über 400 Euro mehr als im Branchendurchschnitt. Pflegehilfskräfte mit einjähriger Ausbildung erhielten mit 3.738 Euro sogar 850 Euro mehr als der Branchenschnitt. Auch bei den Ausbildungsvergütungen liege die Caritas vorn. Eine angehende Pflegefachkraft erhalte bei der Caritas schon im ersten Jahr eine tarifliche Ausbildungsvergütung von 1.341 Euro brutto im Monat. Im Mittel über die drei Ausbildungsjahre verdient sie der Analyse zufolge fast 250 Euro mehr als die angehende Fachkraft für Mechatronik und über 100 Euro mehr als der angehende Versicherungskaufmann.

Gute Pflege gibt es nicht zum Nulltarif

Barbara Dietrich-Schleicher, Vorsitzende des Verbandes katholischer Altenhilfe in Deutschland und Co-Autorin der Publikation, kommentiert: „Die allgemeine Wertschätzung der Caritas gegenüber der Pflegearbeit, die sich in dieser Entlohnung widerspiegelt, ist ein wesentlicher Beitrag zur Aufwertung des Pflegeberufs. Auch angesichts des hohen Bedarfs an Nachwuchskräften für die Pflege ist dieser Weg alternativlos. Gute Pflege ist nicht zum Nulltarif zu bekommen.“

Dietrich-Schleicher betont weiter: „Nun sind die Kostenträger, Schiedsstellen und die Politik in der Pflicht, dass die Pflegeversicherung als Sozialversicherung ihrem Namen wieder gerecht wird. Pflegeträger, insbesondere die am Gemeinwohl orientierten, dürfen durch verschleppte Pflegesatzverhandlungen nicht vermehrt zum Fall für den Insolvenzverwalter werden.“

Hintergrund

Der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland, der rund 500 Träger der Langzeitpflege vereint, erhebt regelmäßig mit Unterstützung der Dienstgeberseite der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes die Zahlen zur Entlohnung in der Altenhilfe. Die Daten basieren laut VKAD auf Erhebungen der Caritas Dienstgeberseite, der Bundesagentur für Arbeit und dem Statistischen Bundesamt.

Passend dazu: Zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde der Pflegemindestlohn angehoben. Zum 1. Mai stieg er für ungelernte Kräfte von 14,15 Euro auf 15,50 Euro.