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Uniklinik übernimmt Kliniken der Pfeifferschen Stiftungen

In und um die Landeshauptstadt Magdeburg wird die Krankenhauslandschaft neu geordnet. Die in finanzielle Schieflage geratenen Pfeifferschen Stiftungen geben ihre Kliniken ab. Bei den Krankenhäusern handelt es sich um die Lungenklinik Lostau (Jerichower Land) sowie eine Klinik in Magdeburg. Die Defizite sind den Angaben nach vor allem in den Kliniken entstanden.

Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Sachsen-Anhalt
"Mit diesem starken Signal für die Zukunft wird die 135-jährige Geschichte der Pfeifferschen Stiftungen in einem neuen Kapitel fortgeschrieben", sagt Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD). Foto: Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Sachsen-Anhalt

Das Universitätsklinikum Magdeburg übernimmt zwei Kliniken und ein Medizinisches Versorgungszentrum der Pfeifferschen Stiftungen. Die notarielle Beurkundung des Investorenvertrags sei erfolgt, teilte das Universitätsklinikum mit. Die Kliniken sind die Lungenklinik Lostau (Jerichower Land) und eine Klinik in Magdeburg.

Das Universitätsklinikum habe ein klares Versorgungsmodell entwickelt, das den Fortbestand der Krankenhäuser sichere, sagte der Entwicklungsvorstand der Pfeifferschen Stiftungen, Lars Timm. Der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Magdeburg, Hans-Jochen Heinze, erklärte, man wolle die Qualität der Patientenversorgung aufrechterhalten und alle Standorte zukunftssicher aufstellen.

Die Pfeifferschen Stiftungen sind einer der größten Gesundheitskonzerne in Sachsen-Anhalt. Neben den Krankenhäusern und dem MVZ gehören auch ambulante Pflegedienste und Wohnangebote für Menschen mit Behinderung dazu. In den vergangenen Monaten war ein Sanierungsprozess mit einem Schutzschirmverfahren eingeleitet worden. Der Geschäftsbetrieb aller Einrichtungen wird fortgeführt.

Die Defizite sind den Angaben zufolge vor allem in den Kliniken entstanden. Grund seien vor allem steigende Sach- und Personalkosten. Zur Höhe der Defizite und weiteren Details wurden keine Angaben gemacht. Im Zuge der Neuaufstellung hatten die Pfeifferschen Stiftungen mit mehreren Bietern über deren Angebote verhandelt. Mit dem Vertragsabschluss sei die Zukunft der medizinischen Einrichtungen der Pfeifferschen Stiftungen gesichert, hieß es.

Laut dem Wissenschaftsministerium erfolgt die Übernahme zum 1. August. Der Vorgang sei ein deutlicher Beleg für die Leistungsfähigkeit des Universitätsklinikums, sagte Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD), der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Universitätsklinikums ist.

Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) dankte dem Universitätsklinikum für die Bereitschaft, die Standorte zu erhalten und dadurch den Beschäftigten eine Perspektive zu eröffnen. „Mit diesem starken Signal für die Zukunft wird die 135-jährige Geschichte der Pfeifferschen Stiftungen in einem neuen Kapitel fortgeschrieben“, sagte sie.