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Telemedizinprojekt „Carla“ soll Versorgung in Pflegeheimen verbessern

Mit dem Pilotprojekt „Carla“ will die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen die medizinische Betreuung in Pflegeheimen digital stärken. Fünf Einrichtungen werden dafür mit Tablets und vernetzter Medizintechnik ausgestattet. Ziel ist es, lange Wartezeiten auf ärztliche Behandlungen deutlich zu verkürzen.

Tablets und digitale Medizingeräte statt langer Wartezeiten: Das Projekt "Carla" verbindet Thüringer Pflegeheime mit Haus- und Fachärzten. (Symbolbild) Adobe Stock/ Andrey Popov

Über die Geräte können während eines Videotelefonats medizinische Daten wie Herzfrequenz, Blutdruck oder Sauerstoffgehalt im Blut an die 14 teilnehmenden Haus- und Fachärzte übermittelt werden. Auch das Abhören mit einem digitalen Stethoskop ist möglich. Das Pflegepersonal wird im Umgang mit der neuen Technik geschult.

Unterstützung durch das Gesundheitsministerium

Das Thüringer Gesundheitsministerium fördert das auf 27 Monate angelegte Projekt mit 154.000 Euro. Gesundheitsministerin Katharina Schenk (SPD) sieht darin eine Chance, die ärztliche Versorgung auch künftig flächendeckend sicherzustellen. „Gerade in ländlichen Regionen stehen wir vor großen Herausforderungen“, betonte sie mit Blick auf Arztmangel und längere Wege zu Praxen.

Vorteile für Pflegeeinrichtungen und Ärzte

Für Hausarzt Christoph Rödiger aus Erfurt löst das Projekt mehrere Versorgungsprobleme, insbesondere für Pflegeheimbewohner. „Ein Besuch der Bewohner im laufenden Praxisalltag ist schlicht nicht möglich“, erklärte er. Im Landhaus Alperstedter Hof im Kreis Sömmerda erhofft man sich zudem weniger akute Pflegeheimbesuche und Krankentransporte, wie Sozialmanagerin Cindy Wohlberedt-Schulze sagte.