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Stambulantem Modellprojekt in Wyhl droht das Aus
Das innovative „Mitmachheim“ in Wyhl am Kaiserstuhl steht vor dem Aus. Hintergrund ist die stockende Umsetzung der Pflegereform.
Kaspar Pfister, Inhaber der BeneVit-Gruppe, sieht sich gezwungen, das erfolgreiche stambulante Modellprojekt zum Jahresende möglicherweise einzustellen und auf einen stationären Heimbetrieb nach dem Hausgemeinschaftskonzept umzustellen. Hintergrund ist die stockende Umsetzung der Pflegereform. „Deutschland ist innovationsunfähig geworden“, kritisierte Pfister.
Seit acht Jahren läuft das Modellprojekt „stambulante Pflege“, das von zahlreichen Studien als Erfolg bewertet wurde und Kosteneinsparungen sowie eine Verbesserung der Pflegequalität nachweislich ermöglicht. Trotz dieser positiven Ergebnisse, die auch durch das IGES-Institut bestätigt wurden, wird das Projekt nicht als Regelleistung anerkannt.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hatte im März 2024 angekündigt, neue Pflegeformen wie die „stambulante Altenpflege“ zu fördern. Doch der aktuelle Entwurf des Pflegekompetenzgesetzes enttäuscht viele Pflegebedürftige, Angehörige und Kommunen. Pfister sieht darin eine verpasste Chance für die Pflegebranche und warnt, dass ohne politische Unterstützung das Modell am 31. Dezember 2024 enden könnte.
Laut Gesetzentwurf sollen Spitzenverbände der Kassen, Träger, Kommunen, der medizinische Dienst und weitere Akteure die Details der „gemeinschaftlichen Wohnformen“ festlegen, wodurch die erfolgreiche Praxis der letzten acht Jahre kaum Beachtung findet, so Pfister. Er warnt, dass die Interessen der beteiligten Verbände zu unterschiedlich seien, um eine in der Praxis funktionierende Lösung zu erreichen. Pfister: „Nach jetzigem Stand muss ich das erfolgreiche Modell zum 31.12.2024 beenden und wir haben deshalb die Umstellung auf einen stationären Heimbetrieb nach dem BeneVit-Hausgemeinschaftskonzept eingeleitet!“
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