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Smarte Zutrittslösungen: Wie digitale Technik den Pflegealltag erleichtern kann
Pflegeheime stehen vor der Herausforderung, Sicherheit, Selbstbestimmung der Bewohner und effiziente Abläufe unter einen Hut zu bringen. Digitale Zutrittslösungen versprechen Abhilfe – im Vorfeld der Leitmesse ALTENPFLEGE 2026 in Essen informiert Dietmar Vetten von Salto Systems über aktuelle Entwicklungen.
Wer darf wann wohin? In Pflegeeinrichtungen ist diese Frage alles andere als trivial. Bewohner, Pflegepersonal, Besucher und externe Dienstleister haben jeweils unterschiedliche Zutrittsbedarfe, die sich zudem laufend ändern – etwa durch Schichtwechsel oder temporäre Kräfte. Ohne zentrale digitale Steuerung entstehe schnell ein unübersichtliches Berechtigungsgeflecht, sagt Dietmar Vetten, Business Development Manager Healthcare und Residential bei Salto Systems: „Das erhöht das Risiko unkontrollierbarer oder unberechtigter Zutritte.“
Fünf typische Problemfelder
In der Praxis kristallisieren sich laut Vetten fünf zentrale Herausforderungen heraus: Erstens die wechselnden Rollen und Zutrittsrechte der verschiedenen Personengruppen. Zweitens die Risiken mechanischer Schließanlagen – geht ein Schlüssel verloren, sind hohe Kosten und Sicherheitslücken die Folge, besonders wenn sensible Bereiche wie Bewohnerzimmer oder Verwaltungsräume betroffen sind.
Drittens fehle häufig die lückenlose Dokumentation sicherheitsrelevanter Vorgänge. „Die Vergabe, Nutzung und Entnahme von Medikamenten, Akten oder medizinischem Gerät muss lückenlos dokumentiert sein“, betont Vetten. Ohne digitale Protokolle seien Verantwortlichkeiten schwer erkennbar – problematisch vor allem bei Audits. Viertens müssten neben Raumzugängen auch Schränke, Depots und Technikbereiche in ein Gesamtkonzept eingebunden werden. Und fünftens binden fehlende Schnittstellen zu IT- und Gebäudetechnik unnötig Personalressourcen, etwa durch mehrfache Stammdatenpflege oder manuelle Besucherregistrierung.
Digitale Lösungsansätze: Mehr Überblick, weniger Aufwand
Moderne Zutrittssysteme setzen auf rollenbasierte, flexibel anpassbare Berechtigungen. Änderungen bei Personal oder externen Kräften werden laut Vetten unmittelbar wirksam – ohne physischen Eingriff an Türen oder Schließkomponenten. Verlorene Zutrittsmedien ließen sich in Sekunden sperren, ein kostenintensiver Austausch mechanischer Schlösser entfalle.
Auch beim Besuchermanagement tut sich etwas: Per Vorabregistrierung oder QR-Code können zeitlich und räumlich begrenzte Berechtigungen automatisiert vergeben werden. „Das reduziert den Aufwand an Empfang und Rezeption und sorgt zugleich für mehr Transparenz“, so Vetten.
Ihr volles Potenzial entfalten solche Systeme laut Branchenvertretern allerdings erst durch Vernetzung: Über Anbindungen an ERP-, IT- oder Gebäudetechniksysteme lassen sich Abläufe automatisieren und etwa Licht oder Klimatisierung in Abhängigkeit von tatsächlichen Zutrittsereignissen steuern.
Hier gehts zur ALTENPFLEGE 2026
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