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Seniorenzentrum Augustastift in Schleusingen droht das Aus
Nachdem Ende Dezember 2023 ein aussichtsreicher Investor unvermittelt abgesprungen ist, steht die Wilhelm Augusta Soziale Dienste gGmbH mit Verwaltungssitz in Eisenach vor dem Aus.
Die Wilhelm Augusta Soziale Dienste betreibt das Seniorenzentrum Lutherhaus und Vogelshof – auch bekannt unter dem Namen Augustastift – in Schleusingen und hatte Ende September 2023 beim zuständigen Amtsgericht in Meiningen einen Insolvenzantrag gestellt. „Die Absage des Investors ist für die Bewohnerinnen und Bewohner, deren Angehörige, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch für uns ein herber Rückschlag, mit dem wir nicht gerechnet haben“, sagt Tobias Reinhardt, Geschäftsführer der Betreiberin der Einrichtungen.
Der vorläufige Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Marcello Di Stefano von der Kanzlei DiLigens Rechtsanwälte & Insolvenzverwalter, und die Geschäftsführung hatten zuvor den Geschäftsbetrieb der beiden Einrichtungen fortgeführt und sich umgehend um einen Investor bemüht, heißt es in der Pressemitteilung. Denn schnell war klar, dass es ohne einen Erwerber, der neues Kapital investieren würde, nicht möglich sein wird, die beiden Einrichtungen weiter fortzuführen. Hierzu hatten die Geschäftsführung und der vorläufige Insolvenzverwalter die ABG Consulting-Partner GmbH & Co. KG aus Dresden mit der Durchführung eines strukturierten Investorenprozesses beauftragt.
Absage nach weit fortgeschrittenen Verhandlungen
Letztendlich konzentrierten sich die Verhandlungen auf einen aussichtsreichen Investor. Die Gespräche waren weit fortgeschritten, die Bedingungen ausverhandelt. Ende Dezember 2023 sollte der bereits fertig ausformulierte Kaufvertrag unterschrieben werden. „Als dann unvermittelt kurz vor Jahresende die Absage kam, war das für uns alle ein Schock. Natürlich tun wir derzeit alles, um trotz der schwierigen Situation kurzfristig eine Fortführungslösung auf die Beine zu stellen, aber wenn uns ein Abschluss nicht mehr gelingen sollte, droht der Einrichtung die Schließung, da uns die finanziellen Mittel für eine weitere Fortführung des Geschäftsbetriebs leider schlicht fehlen“, sagt der vorläufige Insolvenzverwalter Marcello Di Stefano.
Derzeit gebe es noch zwei mögliche Übernahmeinteressenten, die aber erst spät in Erscheinung getreten sind, weshalb die verbleibende Zeit zur Realisierung einer Übernahme angesichts der gegebenen wirtschaftlichen Zwänge äußerst knapp sei, heißt es.
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