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Seniorenheim in Geeste-Osterbrock insolvent – Bewohner müssen kurzfristig umziehen
In Niedersachsen muss ein Seniorenheim wegen Insolvenz schließen. 35 Bewohnerinnen und Bewohner verlieren damit unerwartet ihr Zuhause. Der Fall aus Geeste-Osterbrock ist kein Einzelfall – Experten warnen vor einem zunehmenden „Heimsterben“.
Ein Seniorenheim im niedersächsischen Geeste-Osterbrock muss endgültig schließen. Wie der Münchner Merkur am 22. September unter Berufung auf den NDR berichtet, ist die betreibende ESG Geeste GmbH zahlungsunfähig. Der zuständige Insolvenzverwalter erklärte, dass der Betrieb bereits in dieser Woche eingestellt werde. Für die 35 Bewohnerinnen und Bewohner bedeutet das, dass sie kurzfristig in anderen Einrichtungen untergebracht werden müssen. Auch die knapp 100 Beschäftigten sind bereits informiert worden.
Das Insolvenzverfahren läuft laut Münchner Merkur seit Juli. In dieser Zeit wurde versucht, neue Investoren zu finden, die das Heim hätten übernehmen können. Am Ende blieben die Bemühungen jedoch erfolglos, sodass die Schließung nun endgültig beschlossen wurde. Als Gründe nennt der Bericht die schlechte wirtschaftliche Situation sowie Defizite in der Pflegequalität. Gespräche über mögliche Verbesserungen hat es zwar gegeben, dennoch fiel die Entscheidung, das Haus dauerhaft zu schließen.
Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) warnt seit Langem vor einem flächendeckenden „Heimsterben“ und hat hierzu eine Deutschlandkarte erstellt, auf der Insolvenzen und Schließungen verzeichnet sind. Kritik übt der Verband außerdem an der schlechten Zahlungsmoral der Kostenträger: Pflegeheime müssen oft lange in Vorleistung gehen, bevor Bewohner:innen Leistungen aus der Sozialhilfe erhalten. In einem dokumentierten Fall zog sich die Auszahlung über zwölf Monate hin.
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