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Seniorenheim in Bad Westernkotten stellt Betrieb ein

Das Seniorenheim Am Osterbach in Bad Westernkotten beendet seinen Betrieb zum 31. Oktober 2025. Diese Entscheidung bestätigte der Kreis Soest gegenüber der Zeitung „Der Patriot“. Die Schließung erfolgt auf Initiative der Heimleitung selbst – nicht aufgrund einer Untersagung durch die WTG-Behörde, wie Kreissprecherin Birgit Kalle erklärte.

Das Seniorenheim Am Osterbach in Bad Westernkotten schließt Ende Oktober endgültig. Foto: Adobe Stock/ Friedberg

In der Einrichtung an der Aspenstraße leben laut Kreis noch 27 Senioren, Stand 16. September. Für deren Umzug in andere Pflegeheime trägt die Betreiberin die Verantwortung. Die Heimaufsicht begleitet sowohl den Schließungsprozess als auch den Wechsel der Bewohner in andere Einrichtungen.

Gründe für Schließung bleiben unklar

Die konkreten Beweggründe für die Betriebseinstellung sind nicht bekannt. „Die Gründe, die im Einzelnen für diese Entscheidung ausschlaggebend waren, sind hier im Detail nicht bekannt“, so Kreissprecherin Kalle. Auch zu den ursprünglich geplanten Neubauprojekten lägen „keine Erkenntnisse vor“. Der Kreis verwies für weitere Auskünfte an die Betreiberin.

Die Schließung steht im Kontrast zu den Plänen von vor gut einem Jahr. Der Erwitter Ausschuss für Stadtentwicklung hatte grünes Licht für umfangreiche Erweiterungsvorhaben gegeben. Vorgesehen war ein dreistufiger Um- und Anbau der Einrichtung.

Im ersten Bauabschnitt sollte das ehemalige Restaurant „Jade Garten“ abgerissen und durch ein dreigeschossiges Gebäude mit 23 Pflegeplätzen ersetzt werden. Der zweite Schritt sah den Abriss des rückwärtigen Bestands vor, der ebenfalls durch einen Neubau mit 21 bis 24 Plätzen ersetzt werden sollte. Zuletzt war eine Renovierung des verbleibenden Bestands mit 13 Pflegeplätzen geplant.

Die Erweiterungspläne begründete die Einrichtung mit geänderten gesetzlichen Vorgaben. Das Land Nordrhein-Westfalen hatte bereits im Oktober 2014 festgelegt, dass Altenheime ab 2018 maximal 20 Prozent ihrer Plätze in Doppelzimmern behalten dürfen.

Laut „Der Patriot“ waren dies nicht die ersten Umbaupläne für das Heim. Zwischenzeitlich sollte die Einrichtung ins Kurhaus umziehen. Zuletzt sei auch erwogen worden, das denkmalgeschützte Paul-Gerhardt-Haus als Verwaltungsgebäude zu nutzen.