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Sanierung in Eigenverwaltung: Caritasstift St. Josef will sich neu aufstellen

Das Caritasstift St. Josef in Verden hat ein Eigenverwaltungsverfahren eingeleitet, um eine drohende Insolvenz abzuwenden. Ziel ist die wirtschaftliche Sanierung und der Erhalt des Pflegebetriebs für 85 Bewohner. Die Verdener Aller-Zeitung berichtet über die Hintergründe und den aktuellen Stand des Verfahrens.

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Den Abwärtstrend stoppen; Das Caritasstift St. Josef in Verden hat wegen finanzieller Schwierigkeiten einen Antrag auf Sanierung in Eigenverwaltung beim Amtsgericht gestellt. Foto: AdobeStock/Monster Ztudio

Wie die Verdener Aller-Zeitung am 5. Juli 2025 berichtet, hat das Caritasstift St. Josef in Verden beim Amtsgericht die Einleitung eines Eigenverwaltungsverfahrens beantragt, um wirtschaftliche Schwierigkeiten zu bewältigen und eine Insolvenz zu vermeiden. Das Gericht hat dem Antrag zugestimmt. Ziel der Maßnahme sei es, die laufende Restrukturierung zu beschleunigen und eine tragfähige Zukunftsperspektive für die Einrichtung zu entwickeln.

Die Pflegeeinrichtung beschäftigt derzeit rund 100 Mitarbeitende und versorgt 85 Bewohnerinnen und Bewohner. Laut Mitteilung der Kanzlei Willmer-Köster, die das Verfahren begleitet, bleibt die Geschäftsführung im Amt, wird aber durch Restrukturierungsexperten unterstützt. Dr. Hans-Joachim Berner, Generalbevollmächtigter und Partner der Kanzlei, betont: „Gemeinsam setzen wir jetzt alles daran, wirtschaftlich tragfähige Perspektiven für die Zukunft in neuer Trägerschaft zu erarbeiten.“ Und: „Die Entscheidung, die laufende Restrukturierung in der Eigenverwaltung zu beschleunigen, ist gut vorbereitet“, erklärt Berner laut Artikel weiter.

Das Verfahren wird durch einen vom Gericht bestellten Sachwalter begleitet. Diese Rolle übernimmt Rechtsanwalt Georg Schloenbach von der Kanzlei BBL Brockdorff. Die Mitarbeitenden der Einrichtung seien laut Bericht bereits über die Entwicklungen informiert worden. Die Versorgung der Bewohner:innen finde weiterhin ohne Einschränkung statt.

Als Gründe für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nennt der Artikel das angespannte Marktumfeld im Pflegesektor sowie drohende Liquiditätsengpässe. Trotzdem handelt es sich laut Berner um ein „im Kern tragfähiges Unternehmen“, das über viele Jahre stabile Erträge erwirtschaftet habe. Die Sanierung soll nun unter Einbindung kirchlicher und kommunaler Akteure vorangetrieben werden.

Der Arbeitgeberverband-Pflege dokumentiert Insolvenzen und Schließungen von Pflegeeinrichtungen auf seiner Deutschlandkarte Heimsterben.