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Pflegekammer Rheinland-Pfalz plant Mitgliederbefragung
Nach zehn Jahren Bestehen wächst der Unmut unter den Mitgliedern der Pflegekammer Rheinland-Pfalz. Eine Befragung im kommenden Jahr soll nun klären, wie die Zukunft der Branchenvertretung aussehen könnte. Die Pflichtmitgliedschaft soll aber bestehen bleiben.
Die Pflegekammer Rheinland-Pfalz will im Jahr 2026 ihre Mitglieder umfassend befragen. Das Land und die Kammer hätten diese Vereinbarung getroffen, teilte Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) der Deutschen Presse-Agentur mit. Hintergrund ist die wachsende Kritik an der Arbeit der Kammer, die 2016 als bundesweite Vorreitereinrichtung gegründet wurde.
Laut Hoch wünschen sich viele der rund 40.000 Kammermitglieder Veränderungen und stellen den Fortbestand der Einrichtung infrage. Die Befragung soll als Reaktion auf diese Stimmungslage dienen und rechtzeitig vor den Wahlen zur Vertreterversammlung durchgeführt werden.
Besonders umstritten ist die verpflichtende Mitgliedschaft in der Kammer, die mit Beitragszahlungen verbunden ist. Ähnlich wie bei Kammern anderer Branchen müssen alle Pflegekräfte im Land Mitglied sein und entsprechende Gebühren entrichten.
Eine Änderung an diesem Prinzip wird es nach Aussage des Ministers jedoch nicht geben. Hoch begründete dies damit, dass eine Selbstverwaltung nur dann erfolgreich funktionieren könne, wenn sie von allen verpflichtend getragen werde. Eine gemeinsame Interessenvertretung sei auch mit gemeinsamer Verantwortung verbunden, zu der selbstverständlich auch Beiträge gehörten, so der SPD-Politiker.
Der Minister zeigte sich zuversichtlich, dass die Pflegekammer ihre Bedeutung und Arbeitsweise klar und offen kommunizieren werde. Dazu gehöre auch, transparent und nachvollziehbar die eigenen Aufgaben, Leistungen und Verantwortlichkeiten darzustellen.
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