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Pflegekammer Rheinland-Pfalz plant 2026 mit Reformen und Sparzielen
Die Vertreterversammlung der Pflegekammer Rheinland-Pfalz hat auf ihrer September-Sitzung wichtige Beschlüsse für das Jahr 2026 gefasst. Neben dem Haushaltsplan und den Vorbereitungen zur nächsten Kammerwahl standen auch berufspolitische Themen auf der Agenda. Das Regionalisierungsprojekt „Kammer vor Ort“, die neue Fortbildungsordnung sowie das geplante Gesellschaftsjahr für die Pflege prägten die Beratungen.
Die nächste Wahl der Vertreterversammlung soll im Herbst 2026 stattfinden. Vorgesehen ist, dass die Wahllisten im Frühsommer eingereicht werden können. Die Abstimmung wird sowohl online als auch per Briefwahl möglich sein. Erste Ergebnisse sollen kurz nach der Wahl vorliegen, die endgültige Zusammensetzung der neuen Vertreterversammlung wird im Oktober 2026 erwartet.
Haushaltsplan sieht Sparmaßnahmen vor
Auch der Haushaltsplan für 2026 wurde mit großer Mehrheit verabschiedet. Er sieht Einsparungen in nahezu allen Bereichen vor – unter anderem beim Mitgliedermagazin und bei der Zahl der Sitzungen. Damit soll ein ausgeglichener Etat erreicht und die Stabilität der Mitgliedsbeiträge gesichert werden. Die Kammer betont, dass die Sparmaßnahmen keine Auswirkungen auf zentrale Projekte und Serviceangebote haben sollen.
Projekt „Kammer vor Ort“ erreicht Pflegeschulen
Erste Bilanz nach knapp einem Jahr zeigt: Das Regionalisierungsprojekt „Kammer vor Ort“ stößt auf große Resonanz. Seit dem Start Ende 2024 wurden über 1.150 Auszubildende an 46 von 66 Pflegeschulen erreicht. Die Veranstaltungen machen nach Angaben der Kammer deutlich, wie wichtig die direkte Präsenz und der Austausch mit den Mitgliedern sind. Themen wie Fachkräftemangel, Weiterbildung oder finanzielle Unterstützung stehen dabei im Mittelpunkt der Gespräche.
Künftig soll das Format auf Pflegeeinrichtungen und Kliniken ausgeweitet werden, um noch mehr Beschäftigte einzubinden. Ziel sei es, die Kammerarbeit transparenter zu machen und der Berufsgruppe eine stärkere Stimme vor Ort zu geben.
Fortbildung und Gesellschaftsjahr im Fokus
Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die neue Fortbildungsordnung. Der erste Zyklus läuft von Juli 2025 bis Juni 2027 und gilt als Erprobungsphase ohne Nachteile für die Mitglieder. Regelmäßige und kostenfreie Webinare begleiten die Einführung. Alle Informationen und Termine werden auf der Website der Kammer bereitgestellt.
Mit großer Mehrheit verabschiedete die Vertreterversammlung außerdem ein Positionspapier zum geplanten Gesellschaftsjahr für die Pflege. Darin werden Chancen und Rahmenbedingungen wie Vergütung, soziale Absicherung und fachliche Begleitung benannt. Ergänzend diskutierten die Delegierten über Fragen der Beitragspflicht von Rentnerinnen und Rentnern, die Anerkennung von Studienabschlüssen sowie die Wahl von Kammermitgliedern als ehrenamtliche Richterinnen und Richter. Die nächste Vertreterversammlung der Pflegekammer Rheinland-Pfalz ist für das Frühjahr 2026 vorgesehen.
Kritik an der Kammer wächst
Pflegekammern sorgen bei Mitgliedern und in der Politik seit Langem für kontroverse Diskussionen. Zuletzt nahm auch die Kritik an der Pflegekammer Rheinland-Pfalz deutlich zu.
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