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Pflegeimmobilien: Banken verschärfen Kreditvergabe – Basel IV und ESG als Treiber

Banken prüfen Finanzierungen für Pflegeimmobilien zunehmend kritisch. Wie Terranus auf seiner Homepage berichtet, verschärfen steigende Kreditausfälle und neue Anforderungen durch Basel IV sowie ESG-Richtlinien die Situation für Investoren und Betreiber.

Steigende Kreditausfälle und neue Anforderungen durch Basel IV sowie ESG-Richtlinien verschärfen die Situation für Investoren und Betreiber von Pflegeimmobilien. Foto: AdobeStock/ Grand Warszawsk

Die seit 2025 geltenden Basel-IV-Vorschriften verpflichten Banken zu höheren Eigenkapitalquoten, was sich unmittelbar auf Finanzierungen im Pflegesektor auswirkt. Nach Angaben der Deutschen Hypo NORD/LB Real Estate Finance müssen Investoren mehr Eigenmittel bereitstellen, da sinkende Verkehrswerte und strengere Gutachtervorgaben die Beleihungswerte senken. Zudem gewinnen Nachhaltigkeitskriterien (ESG) an Bedeutung: schlecht gedämmte, energieintensive Bestandsimmobilien werden niedriger bewertet als moderne, energieeffiziente Neubauten.

Auch Betreiber stehen stärker unter Druck. Laut Terranus erwarten Banken heute transparente Geschäftsdaten, ausreichende Liquidität und belastbare Businesspläne. Hintergrund sind verzögerte Zahlungen von Pflegekassen und eine Zunahme von Betreiberinsolvenzen. Eine nachhaltig erwirtschaftete Miete, solide Betriebsführung und vorausschauendes Personalmanagement zählen zu den zentralen Bewertungspunkten.

Parallel dazu fließen ESG-Aspekte zunehmend in die Kreditwürdigkeit ein. Die NORD/LB hat dafür einen eigenen ESG-Score entwickelt, der künftig stärker in Bonitätsbewertungen einfließt. Nachhaltigkeit wird so zu einem entscheidenden Faktor für die Finanzierung.

Trotz dieser Herausforderungen bleibt der Markt laut Terranus und NORD/LB ein Wachstumsfeld: Der Bedarf an Pflegeplätzen steigt weiter – entsprechend auch die Nachfrage nach professionell betriebenen, nachhaltigen Pflegeimmobilien.