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Pflegeeinrichtungen treiben TI-Anschluss voran: Digitalisierungsschub im Jahr 2025

Der aktuelle TI-Atlas der gematik zeigt: Pflegeeinrichtungen machen beim Anschluss an die Telematikinfrastruktur (TI) spürbare Fortschritte. Sowohl Bekanntheit als auch Nutzung zentraler TI-Komponenten wie eHBA, SMC-B und KIM steigen deutlich. Gleichzeitig bleiben komplexe Antragswege und begrenzte Software-Verfügbarkeit zentrale Herausforderungen.

Quelle: Gematik Immer mehr Pflegeeinrichtungen schließen sich der TI an: Bis Ende 2025 planen 82 % der Pflegedienste und 71 % der Pflegeheime den Anschluss.

Der aktuelle TI-Atlas der Gematik liefert präzise Einblicke in den Digitalisierungsstand der Pflegebranche. Mit 35 Prozent bereits angeschlossener ambulanter Pflegedienste und 23 Prozent angebundener Pflegeheime zeigt sich eine deutliche Entwicklung.Aktuell befinden sich zudem 24 Prozent der Pflegedienste und 21 Prozent der Pflegeheime im Anschlussprozess. Weitere 23 Prozent der ambulanten und 27 Prozent der stationären Einrichtungen planen den Anschluss noch in diesem Jahr. Somit wollen bis Ende 2025 insgesamt 82 Prozent der Pflegedienste und 71 Prozent der Pflegeheime an die Telematikinfrastruktur (TI) angebunden sein. Mehr als 80 Prozent der Pflegeeinrichtungen haben bereits einen Heilberufsausweis beantragt oder erhalten.

Die Bekanntheit der TI ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Bei den Pflegediensten erhöhte sie sich von 82 Prozent (2023) über 88 Prozent (2024) auf 97 Prozent im Jahr 2025. Ein ähnlicher Trend zeigt sich bei den Pflegeheimen: von 71 Prozent (2023) über 82 Prozent (2024) auf 98 Prozent (2025).

Pflege wünscht sich digitale Kommunikation mit Arztpraxen und Kliniken

Auch bei der Kartenbeantragung – einem zentralen Schritt für den TI-Anschluss – sind deutliche Fortschritte erkennbar. Dennoch nennen 25 Prozent der Pflegedienste und 31 Prozent der noch nicht angeschlossenen Pflegeheime die komplexen Antragsverfahren für SMC-B und den elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) als größte Hürde.

Die technische Ausstattung mit KIM (Kommunikation im Medizinwesen) ist bei 45 Prozent der Pflegedienste und 37 Prozent der Pflegeheime bereits vorhanden oder beantragt. 25 Prozent der Pflegedienste und 16 Prozent der Pflegeheime haben KIM bereits installiert. Die regelmäßige Nutzung liegt jedoch mit 4 bzw. 5 Prozent noch deutlich darunter.

Das Interesse an digitaler Kommunikation ist entsprechend groß: 94 Prozent der Pflegedienste und 97 Prozent der Pflegeheime möchten künftig über KIM mit Arztpraxen kommunizieren. Auch der Austausch mit Apotheken (91 bzw. 93 Prozent), Krankenhäusern (87 bzw. 90 Prozent) und Kostenträgern (89 bzw. 69 Prozent) ist stark nachgefragt. Sozialhilfeträger werden von 62 Prozent der Pflegedienste und 60 Prozent der Pflegeheime als wichtige Kommunikationspartner genannt.

Dort, wo KIM bereits genutzt wird, wird die Anwendung als unkompliziert bewertet: 85 Prozent der regelmäßig nutzenden Pflegedienste und 89 Prozent der Pflegeheime bestätigen, dass der Nachrichtenversand einfach funktioniert.

Elektronische Patientenakte noch ganz am Anfang

Die elektronische Patientenakte (ePA) befindet sich in der Pflege weiterhin in einer frühen Einführungsphase. Zum Zeitpunkt der Befragung hatten lediglich 6 Prozent der Einrichtungen das ePA-Modul integriert oder beantragt. Aktuell wird die ePA nur von zwei Pflegesoftware-Anbietern unterstützt, was die geringe Verbreitung erklärt.

Den Informationsstand zum TI-Anschluss bewerten 69 Prozent der Pflegedienste und 58 Prozent der Pflegeheime als gut oder sehr gut. Allerdings fühlen sich 27 Prozent der ambulanten sowie 37 Prozent der stationären Einrichtungen weiterhin nicht ausreichend informiert.

Alle Daten aus dem TI Atlas finden Sie hier