Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach kündigte am Sonntag an, die Dokumentationspflichten in der Pflege zu reduzieren, um die Pflegekräfte zu entlasten. Auf der neuen Homepage www.klartext-pflegedokumentation.bayern.de stellt die „Initiative Klartext Pflegedokumentation“ Informationen zur notwendigen und überflüssigen Pflegedokumentation bereit.
Gerlach betonte die Notwendigkeit, die Bürokratie in der Pflege zu reduzieren: „Pflegekräfte wollen sich um Menschen kümmern, nicht am Schreibtisch sitzen.“ Die Initiative bietet konkrete Hilfestellungen zur angemessenen Pflegedokumentation und einen „Faktencheck Pflegedokumentation“, um Missverständnisse aufzuklären.
Einheitliche Bewertung der Pflegedokumentation
Claudia Wöhler, Vorstandsvorsitzende des Medizinischen Dienstes Bayern, hob die Bedeutung der abgestimmten Anforderungen zwischen dem Medizinischen Dienst und der Heimaufsicht (FQA) hervor. Geplant sind Schulungen für Prüfer, um eine einheitliche Bewertung der Pflegedokumentation sicherzustellen.
Zusätzlich dient das neue Online-Portal als Ansprechpartner für Pflegeeinrichtungen und Pflegekräfte bei Fragen zur Dokumentationspraxis. Rüdiger Erling vom Bayerischen Landesamt für Pflege betonte die Wichtigkeit von Feedback aus der Praxis, das per Mail an ikp@lfp.bayern.de gesendet werden kann.
Die „Initiative Klartext Pflegedokumentation“ wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention, dem Medizinischen Dienst Bayern, den Fachstellen für Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie dem Bayerischen Landesamt für Pflege erarbeitet.
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