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Pflegebündnis fordert verbindliche Digitalstrategie – Staffler kündigt Reformschritte an
Das Bündnis Digitalisierung in der Pflege sieht erhebliche Defizite bei der Umsetzung digitaler Lösungen im Pflegesektor. Laut dem Bündnis werden die Potenziale zur Verbesserung der Pflegequalität, Prozessoptimierung und Entlastung der Mitarbeitenden nicht ausreichend genutzt.
Beim politischen Fachgespräch zum fünfjährigen Bestehen des Bündnisses Digitale Pflege am 20. Oktober 2025 haben Expertinnen und Experten die mangelnde politische Verbindlichkeit für eine flächendeckende Pflegedigitalisierung kritisiert. Zwar verbesserten digitale Lösungen die Pflege bereits spürbar, doch fehlten eine nachhaltige Finanzierung und ein klarer Fahrplan, hieß es.
Die Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Katrin Staffler (CSU), betonte die Chancen der Digitalisierung und mahnte, Deutschland dürfe den Anschluss nicht verlieren. Im geplanten Pflegereformprozess solle die Digitalisierung eine zentrale Rolle spielen.
Das Bündnis sieht vor allem veraltete Finanzierungsregeln als Hindernis. Gesetzliche Grundlagen stammten aus der vordigitalen Zeit und verhinderten Investitionen. Gefordert wird ein verbindlicher Strategieplan mit einheitlichen Standards, messbaren Zielen bis 2026 und klarer Zuständigkeit.
Auch müsse die Ausbildung systematisch um digitale Kompetenzen erweitert werden. Neue Tätigkeitsprofile an der Schnittstelle von Pflege und Technik sollen den Einsatz digitaler Lösungen erleichtern.
Zur Finanzierung schlägt das Bündnis eine Digitalisierungspauschale in den Pflegesätzen und einen Fonds nach dem Vorbild des Krankenhauszukunftsfonds vor. Zudem seien verbindliche IT-Sicherheitsstandards und ein einheitlicher Datenrahmen nötig, um Pflegeeinrichtungen vor Cyberangriffen zu schützen.
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