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Pflegeausbildung: Neuer Pflegestudiengang im Saarland

Ab dem Wintersemester 2027/2028 bietet die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes erstmals einen primärqualifizierenden Pflegestudiengang an. Das Angebot soll dem Fachkräftemangel begegnen und die Akademisierung der Pflege vorantreiben.

Akademisierung Pflegestudium
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Die HTW Saar richtet zum Wintersemester 2027/2028 einen neuen Pflegestudiengang ein. Laut Pressemitteilung des saarländischen Gesundheitsministeriums handelt es sich um einen primärqualifizierenden Studiengang, der mit dem Bachelor of Science abschließt. Die Absolventen sollen umfassende pflegewissenschaftliche und heilkundliche Kompetenzen erwerben.

Der Studiengang richtet sich an Abiturienten sowie internationale Studieninteressierte. Vermittelt werden wissenschaftlich fundierte Kenntnisse zur evidenzbasierten Pflegepraxis sowie erweiterte Kompetenzen zur eigenverantwortlichen Ausübung heilkundlicher Tätigkeiten. Der Studiengang kombiniert laut HTW aktuelle pflegewissenschaftliche Erkenntnisse mit einer kritischen Auseinandersetzung von Theorie und Praxis.

Geringe Akademisierungsquote in Deutschland

In Deutschland verfügen derzeit schätzungsweise nur etwa zwei Prozent der Pflegefachpersonen über einen akademischen Abschluss, wie das Ministerium mitteilt. Diese Quote liegt deutlich unter den Werten vieler europäischer Nachbarländer. Gleichzeitig steigt der Pflegebedarf infolge demografischer Veränderungen kontinuierlich an.

„Mit dem neuen Pflegestudiengang schaffen wir ein zukunftsweisendes Angebot, das dem steigenden Bedarf an hochqualifizierten Pflegefachpersonen gerecht wird“, erklärt Gesundheitsminister Magnus Jung laut Pressemitteilung. Der Studiengang soll attraktive Bildungsperspektiven bieten und die Professionalisierung des Pflegeberufs vorantreiben.

Vier zentrale Ziele des Studiengangs

Das Ministerium nennt vier Hauptziele für den neuen Studiengang: Die Stärkung der Pflegeprofession und des gesellschaftlichen Ansehens des Pflegeberufs, die Schaffung attraktiver und langfristiger Karrierewege für Fachkräfte, die Verbesserung von Versorgungssicherheit und Versorgungsqualität sowie die Erhöhung der internationalen Vergleichbarkeit. Letzteres soll den Pflegeberuf für Fachkräfte aus dem In- und Ausland attraktiver machen.

HTW-Präsident Prof. Dr.-Ing. Dieter Leonhard betont laut Mitteilung: „Mit dem neuen Pflegestudiengang erweitern wir unser Studienangebot um ein Fachgebiet von hoher gesellschaftlicher Relevanz.“ Die Hochschule stehe für anwendungsorientierte, praxisnahe Ausbildung auf wissenschaftlicher Grundlage. Ziel sei es, Pflegefachkräfte mit fachlicher Kompetenz, wissenschaftlichem Denken und menschlicher Zuwendung auszubilden.

Wissenschaftsminister Jakob von Weizsäcker ergänzt laut Pressemitteilung: „Gute Pflege braucht menschliche Zuwendung. Gleichzeitig braucht sie hohe fachliche Kompetenz.“ Die Leitung von Pflegeeinrichtungen benötige zudem spezifische Managementexpertise. Mit dem neuen Pflegestudium stärke das Land die Verbindung von Praxis und Wissenschaft und trage zur Leistungsfähigkeit und Qualität der saarländischen Gesundheitsversorgung bei.