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Neue Stiftung will Altenpflege bis 2040 zukunftsfähig machen

Wie lässt sich die professionelle Altenpflege zukunftsfähig gestalten? Genau hier setzt die neu gegründete Stiftung Zukunft Altenpflege an. In Berlin gestartet, fördert sie ab sofort Initiativen, Organisationen und Einzelpersonen mit innovativen Ideen – Bewerbungen sind bereits möglich.

Die gemeinnützige Stiftung Zukunft Altenpflege hat in Berlin ihre Arbeit aufgenommen.

Die neu gegründete Stiftung Zukunft Altenpflege startet mit Förderpartnerschaften und ruft Initiativen zur Bewerbung auf. Als Verbrauchsstiftung konzentriert sie ihre Ressourcen auf die kommenden 15 Jahre.

Die Stiftung wurde im September 2025 von Olav Sehlbach gegründet. Er leitet sie gemeinsam mit seiner Frau Susanne Sehlbach als Vorstand. Die Geschäftsführung liegt bei Dr. Sarina Strumpen. Dem Stiftungsrat gehören laut eigenen Angaben Britta March als Vorsitzende, Thomas Althammer als stellvertretender Vorsitzender sowie Dr. Stefan Arend, Christoph Gukelberger, Martin Höltscher, Melanie Philip und Dr. Yüce Yilmaz-Aslan an.

Fokus auf das Jahr 2040

Die Stiftung arbeitet mit einem klaren zeitlichen Horizont: dem Jahr 2040, wenn die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland ihren Höchststand erreichen soll. Als Verbrauchsstiftung ist sie so konzipiert, dass sie bis dahin alle verfügbaren Mittel für ihre Satzungsziele einsetzen kann – anders als klassische Stiftungen, die nur Erträge aus ihrem Kapital verwenden dürfen.

„Mit den Förderpartnerschaften wollen wir zukunftweisende Ideen und Projektvorhaben in und für Organisationen der Langzeitpflege niedrigschwellig unterstützen“, erklärte Geschäftsführerin Dr. Sarina Strumpen. Man wolle gezielt dort ansetzen, wo bisher Förder- und Finanzierungslücken bestünden.

Gründer Olav Sehlbach betonte, die Stiftung verstehe sich als Initiator einer Idee und lade zum Mitdenken und Mitwirken ein. Man suche Menschen, die die Zukunft der Langzeitpflege aktiv und optimistisch gestalten wollten.

Drei Programmschienen und weitere Angebote

Die Stiftungsarbeit gliedert sich laut der Mitteilung in drei Bereiche: Projekte entwickeln, Menschen fördern und Austausch ermöglichen. Neben den Förderpartnerschaften hat die Organisation bereits ein Informationsangebot gestartet. Unter dem Titel „101 Positionen“ findet sich auf der Stiftungswebsite eine Sammlung von Positionspapieren verschiedener Akteure, die Ideen und Vorschläge für die Zukunft der Langzeitpflege enthalten. Diese Sammlung soll Gemeinsamkeiten und Unterschiede in fachlichen und pflegepolitischen Einschätzungen aufzeigen und als Faktenbasis für Diskussionen dienen.

Im Laufe des Jahres 2026 sollen weitere Programme hinzukommen. Die Stiftung plant unter anderem die „Akademie 2040″ – ein Fortbildungsangebot, bei dem sich Führungskräfte unternehmensübergreifend und in professioneller Begleitung über Herausforderungen der Zukunft austauschen können. Darüber hinaus sind ein internationales Austauschprogramm sowie Veranstaltungen und Veröffentlichungen vorgesehen.

Die Stiftung beschreibt sich selbst als weltanschaulich neutral und parteipolitisch ungebunden. Sie beziehe klar Position gegen Diskriminierung und Ausgrenzung, heißt es in der Mitteilung.

www.stiftung-zukunft-altenpflege.de