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Netzwerk appelliert an künftige Landesregierung: weniger Bürokratie, mehr Vertrauen ins Fachpersonal

Die Träger der katholischen Altenhilfe in Württemberg fordern von der künftigen Landesregierung eine entschlossene Stärkung der Pflege. Im Koalitionsvertrag müsse die Versorgung pflegebedürftiger Menschen verlässlich gesichert und zukunftsfähig weiterentwickelt werden, erklärten die Sprecher des württembergweiten „Netzwerks Alter und Pflege“ bei ihrer Jahrestagung.

Die Träger der katholischen Altenhilfe in Württemberg fordern von der künftigen Landesregierung eine entschlossene Stärkung der Pflege. Foto: AdobeStock/Martina Berg

Nötig seien vor allem mehr Vertrauen in die Kompetenzen des Pflegepersonals sowie ein Abbau bürokratischer Vorgaben. „Wir hatten noch nie so viel Personal in der Pflege wie aktuell. Engpässe entstehen auch, weil unsere Fachkräfte nicht flexibel genug mit den zu betreuenden Menschen arbeiten können“, sagten Pia Theresia Franke und Boris Strehle, die Sprecher des Netzwerks. Pflegekräfte müssten stärker als Teil der Lösung verstanden und ihre Qualifikationen konsequent genutzt werden.

Pflegefachpersonen könnten in klar definierten Bereichen mehr Verantwortung übernehmen, betonten Franke und Strehle. Die ärztliche Diagnose bleibe unangetastet, viele Leistungen könnten aber eigenverantwortlich durch die Pflege erbracht werden. Gleichzeitig müsse Pflege stärker an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen orientiert sein – etwa bei Demenz, Prävention oder sozialer Teilhabe im Alter.

Pflege dürfe sich nicht auf Versorgung beschränken, sondern müsse auch Bildung, Selbstbestimmung und Lebensqualität älterer Menschen im Blick haben, hieß es. Das Netzwerk bot der neuen Landesregierung eine enge Zusammenarbeit an, um nachhaltige Lösungen für die Pflege zu entwickeln.

Im „Netzwerk Alter und Pflege“ sind 63 katholische Träger der stationären und ambulanten Altenhilfe in Württemberg zusammengeschlossen.