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Münchenstift: Geschäftsführerin Renate Binder muss gehen

Das ging schnell: Das kommunale Pflegeunternehmen Münchenstift trennt sich zum Monatsende von Geschäftsführerin Renate Binder.

Ein Bild aus alten Zeiten: Renate Binder (links) bei der Vertragsunterzeichnung mit Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzenden der Münchenstift, Verena Dietl, sowie dem damaligen Geschäftsführer Siegfried Benker. Foto: Münchenstift

Das berichten unter anderem die SZ sowie der Münchner Merkur. Der Aufsichtsrat habe am 14. Mai mehrheitlich beschlossen, den Vertrag noch in der Probezeit zu beenden, bestätigte Münchens Dritte Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) am Mittwoch. Demnach konnte aus Sicht des Aufsichtsrats keine gemeinsame Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung des Unternehmens gefunden werdne, heißt es.

Die Grünen-Politikerin Renate Binder hatte die Geschäftsführung offiziell zum 1. Oktober 2023 übernommen.  Sie ist gelernte Pflegefachkraft und hat Gesundheits- und Sozialmanagement studiert. Nach ihrem Studium und einer journalistischen Tätigkeit arbeitete sie in der Landtagsfraktion der Grünen als Fraktionsreferentin für Sozial- und Gesundheitspolitik. Dem schloss sich eine mehr als 17 Jahre lange Tätigkeit als Führungskraft im Referat für Gesundheit und Umwelt an, die letzten 8 Jahre als Leiterin der Abteilung „Kommunale Gesundheitsplanung und -Koordinierung“.

Ungereimtheiten bei der Abrechnung

Das Zerwürfnis zwischen Binder und dem Betriebsrat habe sich am Umgang mit internen Vorwürfen entzündet, so die SZ. Dabei ging es offenbar um Ungereimtheiten bei der Abrechnung von Nacht- und Bereitschaftsdiensten, auf die Binder kurz nach ihrem Amtsantritt gestoßen sein soll. Ein Bericht sei für Anfang Juli in Aussicht gestellt worden.

Die geschäftliche Verantwortung übernimmt zunächst Andreas Lackner, Leiter der Abteilung Finanzen, Controlling und Verwaltung.