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Mit Unterstützung in der Pflege durchstarten
In Stendal hat Sachsen-Anhalts Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) den vierten Jahrgang der „Assistierten Ausbildung für die Pflegehilfe“ begrüßt. Das Landesprogramm soll Auszubildende mit schwierigeren Startbedingungen gezielt unterstützen und gleichzeitig dem steigenden Fachkräftemangel in der Pflege entgegenwirken. Seit dem Start 2022 nehmen immer mehr junge Menschen das Angebot wahr, das durch schulische, sprachliche und sozialpädagogische Hilfen Ausbildungserfolge sichern soll.
Mit einem feierlichen Grußwort eröffnete Sachsen-Anhalts Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne in Stendal den neuen Ausbildungsjahrgang der „Assistierten Ausbildung in der Pflegehilfe“. Sie würdigte die Maßnahme als wichtigen Baustein, um einerseits Nachwuchs für den Pflegebereich zu gewinnen und andererseits jungen Menschen neue Perspektiven zu eröffnen. „Das Landesprogramm der Assistierten Ausbildung leistet einen wichtigen Beitrag für die Pflege: Es unterstützt nicht nur die Auszubildenden, sondern auch die Einrichtungen, die dringend Nachwuchs benötigen“, betonte Grimm-Benne. Die zusätzliche Begleitung durch Lehrkräfte und Sozialpädagogen trage dazu bei, Ausbildungsabbrüche zu verringern und motivierte Fachkräfte für die Pflege zu gewinnen.
Zahl der Auszubildenden steigt deutlich
Der Pflegebedarf steigt seit Jahren kontinuierlich, weshalb Sachsen-Anhalt 2022 reagierte und das Landesprogramm ins Leben rief. Teilnehmende Auszubildende erhalten laut Pressemitteilung während ihrer Ausbildung sozialpädagogische, sprachliche und fachliche Unterstützung, um beim Übergang ins Berufsleben gestärkt zu werden. Die Bilanz der vergangenen Jahre ist positiv: Bisher wurden 1.335 Auszubildende im Pflegehilfebereich begleitet, die Teilnehmerzahlen steigen stetig – von 513 im Schuljahr 2021/22 auf 840 im laufenden Schuljahr 2024/25.
Partnerschaften und digitale Lernangebote
Auch die Projektleiterin der DRK-Netzwerkstelle, Nadine Stephan, unterstrich in Stendal die Bedeutung des Programms. „Gute Pflege braucht starke Partnerschaften, insbesondere zwischen Schulen, Einrichtungen und Ministerien. Genau diese Zusammenarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg des Landesprogramms“, sagte sie. Digitale Lernangebote seien dabei ein zentrales Instrument, um Teilhabe und Lernerfolge zu fördern: „Wir geben den Auszubildenden genau das mit, was sie dafür brauchen.“
Zwei Säulen für mehr Ausbildungserfolg
Das Landesprogramm stützt sich auf zwei Handlungssäulen. Die erste bildet die Netzwerkstelle, die im unmittelbaren Austausch mit Entscheidungsträgern steht, Schulen und Einrichtungen miteinander vernetzt sowie Materialien, Arbeitshilfen und ein Ausbildungsportal bereitstellt. Die zweite Säule übernimmt das Bildungs- und Beratungsinstitut GmbH (BBI), das Stütz- und Förderunterricht sowie eine sozialpädagogische Begleitung anbietet.
Gerade für Auszubildende mit niedrigem Schulabschluss oder persönlichen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen erweise sich das Programm als wirksam. Individuelle Hilfsangebote gleichen Defizite aus und verringern das Risiko von Ausbildungsabbrüchen deutlich. Die Erfahrungen aus dem Modellprojekt haben gezeigt, dass gezielte Unterstützung im Pflegehilfebereich nicht nur das Durchhaltevermögen der Auszubildenden stärkt, sondern auch die Versorgung mit dringend benötigten Fachkräften sichert.
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