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Ministerin stellt Ergebnisse zur Fachkräftesicherung in der Pflege vor

Wie kann die Pflege für Beschäftigte attraktiver werden? In Brandenburg stellte Sozialministerin Nonnemacher die Ergebnisse des Runden Tisches „Fachkräftesicherung in der Langzeitpflege“ vor.

Ursula Nonnemacher
Sozialministerin Ursula Nonnemacher hat im Sozialausschuss des Landtages die Ergebnisse des Runden Tisches vorgestellt. Foto: MSGIV

Seit Mai 2022 hatte sich das 24-köpfige Gremium mit gemeinsamen Strategien und Maßnahmen beschäftigt, um die Attraktivität des Pflegeberufs zu steigern und Pflegekräfte zu gewinnen. Die Ergebnisse des Runden Tisches Fachkräftesicherung in der Langzeitpflege“ stellte Sozialministerin Ursula Nonnemacher am 10. April im Sozialausschuss des Landtags vor.

Der Runde Tisch befasste sich mit vier Themenblöcken:

  •  Anwerbung, Integration und Berufsanerkennung zur nachhaltigen Gewinnung ausländischer Pflege(fach)kräfte
  • Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufs
  • Qualifikationsmix in der Pflege / bedarfsgerechter Personaleinsatz in der Pflege
  • Erweiterung der Datenbasis um weitere zukünftige Entwicklungsszenarien

In einer Arbeitsgruppe des Landespflegeausschusses wurden Vorschläge für einen „Brandenburger Weg“ zur Anwerbung und Integration ausländischer Pflegefachkräfte erarbeitet. Um die Verfahren zur Anwerbung und Integration ausländischer Fachkräfte für Pflegebetriebe weiter zu optimieren, soll das bestehende Online-Fachkräfteportal Brandenburg der Wirtschaftsförderung Land Brandenburg GmbH angepasst und um zusätzliche Funktionalitäten im Rahmen eines spezifischen Pflegeportals ergänzt werden.

Pflegebetriebe finden dort zukünftig Informationen zur Fachkräftegewinnung im Ausland, zu Anwerbeaktivitäten und Anerkennungsverfahren. Zudem sei der Prozess zur Vereinfachung der Anerkennungsverfahren ausländischer Berufsausbildungen beim LAVG bereits weitgehend abgeschlossen. „Wir haben mehr Personal und wir haben die Abläufe optimiert“, betonte Ministerin Nonnemacher im Sozialausschuss.

Um die Berufsorientierung zu optimieren, sollen verstärkt auch Maßnahmen genutzt werden, die den bestehenden Ausbildungsmöglichkeiten in der Pflege vorgeschaltet sind, wie z.B. die von der Bundesagentur für Arbeit geförderte Möglichkeit der Einstiegsqualifizierung. Diese soll noch bekannter gemacht werden.

Laut Sozialministerium leben in Brandenburg rund 185.000 pflegebedürftige Menschen. Die Zahl der Beschäftigten in der Langzeitpflege ist in Brandenburg gestiegen. Im Jahr 2019 gab es 40.286 Beschäftigte, im Jahr 2021 stieg die Zahl auf 41.828.