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Kurzzeitpflege in Schleswig-Holstein: Drastischer Mangel an Plätzen
Die Situation der Kurzzeitpflege in Schleswig-Holstein spitzt sich zu, wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtet.
Für rund 176.000 Menschen mit anerkanntem Pflegegrad stehen laut eines NDR-Berichts lediglich etwa 1.700 Kurzzeitpflege-Plätze zur Verfügung. Es gebe außerdem landesweit nur eine solitäre Kurzzeitpflege in Uhlebüll. Diese Diskrepanz führt zu einer massiven Überlastung des Systems und lässt pflegende Angehörige oft ohne dringend benötigte Entlastung.
So bekommt laut NDR-Beitrag etwa der Pflegestützpunkt Herzogtum Lauenburg 15 bis 20 Anfragen monatlich. Aber: „Die vorhandenen eingestreuten Kurzeitpflegeplätze sind zu wenig und planbare Pflege gibt es gar nicht. Und es gibt kaum Möglichkeiten für pflegebedürftige Kinder und Jugendliche“, sagt Cornelia Hagelstein vom Pflegestützpunkt laut Artikel.
Besonders kritisch sei die Situation im ländlichen Raum, so Nicole Knudsen vom Verband der pflegenden Angehörigen „wir pflegen“. Tagespflegeeinrichtungen würden schließen, ambulante Dienste deckten ganze Landstriche nicht mehr ab, und Heimplätze hätten jahrelange Wartezeiten. „Pflegende Angehörige bleiben mit hochkomplexen Pflegesituationen alleine. Ein Zustand, der im ländlichen Raum schon als Pflegetriage bezeichnet wird“, so Knudsen. Sie fordert zusätzlich auch solitäre Kurzzeitpflege-Plätze.
Ein Lichtblick zeigt sich in Flensburg, wo am 16. Januar 2025 der Spatenstich für eine neue solitäre Kurzzeitpflegeeinrichtung erfolgte. Mit 46 neuen Plätzen und einer Landesförderung von 2,3 Millionen Euro soll die Situation verbessert werden. Das Sozialministerium betont jedoch, dass eine grundlegende Reform der Finanzierungsstruktur der Pflegeversicherung notwendig sei, um die Kurzzeitpflege langfristig zu stabilisieren.
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