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Krisengipfel: Triage in der Pflege droht

Der Fachkräftemangel kann dazu führen, dass eine „Pflege-Triage“ droht. Das befürchten Vertreter der Ruhrgebietskonferenz Pflege und der Verein „Wir pflegen“.

Eine Pflegetriage würde bedeuten, kranke und pflegebedürftige Menschen in den Einrichtungen zurückzulassen. -

Die Ruhrgebietskonferenz Pflege und der Verein „Wir pflegen – Selbsthilfe und Interessenvertretung pflegender Angehöriger in NRW“ hatten gemeinsam zum ersten digitalen „Pflege-Triage-Gipfel“ auf der Videokonferenz-Plattform Zoom eingeladen. Eine Pflege-Triage würde bedeuten, dass kranke und pflegebedürftige Menschen in den Einrichtungen – zum Teil mit höchstem Pflegebedarf – wörtlich „zurückgelassen“ werden müssten, schreiben die Veranstalter. Im Umkehrschluss würde das bedeuten, dass eher leichte Pflegefälle aufgenommen werden als schwere, die mehr Zeit und unter Umständen auch Fachkräfte benötigen.

Wie groß der Mangel an Pflegekräften bereits ist, zeigt sich zum Beispiel in Essen. Dort hat nach Angaben der Ruhrgebietskonferenz ein großer Träger in den vergangenen Jahren deutlich weniger Patienten aufnehmen können, weil Fachkräfte fehlten. Inzwischen werden dort 500 Patienten weniger versorgt. Das berichtet unter anderem der WDR.

Bis 2030 werden bundesweit rund 130.000 Pflegekräfte fehlen. Das bedeutet, dass 1,1 Millionen Menschen keinen Pflegeplatz bekommen werden. Die Veranstalter sprachen nach der Konferenz von „ernüchternden Ergebnissen“. Mit der derzeitigen Bundesregierung sei eine dringend notwendige Pflegereform nicht zu machen. Die Pflege müsse von Bürokratie entlastet und eine Pflegevollversicherung eingeführt werden.

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