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Keine Manipulation: Pflegekammer-Präsidentin Postel kritisiert Höcke scharf

Scharfe Kritik an den Äußerungen des Thüringer AfD-Politikers Björn Höcke hat die Präsidentin der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen, Sandra Postel, geübt.

Scharfe Kritik an den Äußerungen des Thüringer AfD-Politikers Björn Höcke hat die Präsidentin der Pflegekammer Nordrhein-Westfalen, Sandra Postel, geübt. Foto: Pflegekammer NRW

Auf einer Wahlkampfveranstaltung behauptete Höcke, dass Pflegeheime besonders anfällig für politische Manipulationen seien und Pflegekräfte ältere Menschen dazu drängen könnten, bestimmte Parteien zu wählen, darunter die SPD.

Postel weist diese Vorwürfe entschieden als „gefährlich und haltlos“ zurück. Sie weist darauf hin, dass die Manipulation von Wahlzetteln eine schwerwiegende Berufspflichtverletzung darstellt, die in Bundesländern mit Pflegekammern wie Nordrhein-Westfalen harte Konsequenzen nach sich zieht. Dazu gehören Geldbußen bis zu 10.000 Euro und im Extremfall der Entzug der Approbation. Auch in Thüringen, wo es keine Pflegekammer gibt, wird ein solches Verhalten von der Fachaufsicht des Gesundheitsministeriums streng überwacht.

„Die Unterstellung, dass Pflegekräfte politische Manipulation betreiben, zeigt, wie gefährlich die AfD für unseren Berufsstand ist,“ so Postel. Sie betont, dass Pflegekräfte ihrem Berufsethos entsprechend stets im Interesse der Pflegebedürftigen handeln und dabei neutral bleiben.

Es sei Aufgabe der Pflege, für eine ethische und freie Berufsausübung einzutreten und sich gegen politische Strömungen zu wehren, die sie daran hindern wollen, jeden Menschen nach seinen individuellen Bedürfnissen zu pflegen.

„Wer sich mit der Pflege im dritten Reich beschäftigt hat weiß, wo das enden kann“, so Postel abschließend.Im Juni hatte die Pflegekammer NRW ein „Positionspapier zur Haltung der Pflegekammer gegen Extremismus, Rassismus und Diskriminierung“ veröffentlicht.