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Katholische Altenhilfe fordert schnellere Anerkennung internationaler Pflegekräfte
Träger der katholischen Altenhilfe drängen auf eine Beschleunigung der Anerkennungsverfahren für ausländische Pflegekräfte. Lange Wartezeiten und bürokratische Hürden behindern laut Verband den dringend benötigten Einsatz qualifizierter Fachkräfte.
Der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) hat anlässlich einer Fachtagung in Frankfurt am 11. und 12. Juni 2025 Reformen bei der Anerkennung internationaler Pflegekräfte gefordert. Laut VKAD-Geschäftsführer Andreas Wedeking verzögern langwierige Anerkennungsverfahren den Einsatz dringend benötigter Fachkräfte inmitten eines gravierenden Personalmangels in der Langzeitpflege.
Kritik an bürokratischen Hürden
Eine Umfrage des VKAD unter seinen Mitgliedseinrichtungen belegt die Problematik: Bei 45 Prozent der befragten Träger dauert die Anerkennung ausländischer Abschlüsse länger als neun Monate. 57 Prozent nennen die Bürokratie als größte Hürde, während ein Drittel die langen Bearbeitungszeiten als entscheidenden Engpass sieht.
Der VKAD fordert daher, dass Pflegekräfte mit mindestens dreijähriger Ausbildung oder einschlägigem Studium sowie ausreichenden Sprachkenntnissen sofort als Fachkräfte eingesetzt werden dürfen. Weitere Prüfungen von Ausbildungsinhalten sollen berufsbegleitend erfolgen. Zudem plädiert der Verband für eine Digitalisierung und transparentere Gestaltung der Anerkennungsverfahren.
Erfolgreiche Integrationsbeispiele
Auf der Fachtagung wurden auch positive Praxisbeispiele vorgestellt. Die Caritas-Einrichtungen gGmbH Würzburg beschäftigt erfolgreich Pflegekräfte aus Ländern wie Mexiko und Indien in 13 Häusern. Dem Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn gelingt es laut VKAD, internationale Pflegeauszubildende langfristig im ländlichen Raum zu halten.
VKAD-Geschäftsführer Wedeking betont die Dringlichkeit politischer Entscheidungen: „Die Anerkennung internationaler Pflegekräfte darf kein Geduldsspiel sein. Sie ist systemrelevant.“ Der Verband fordert neben beschleunigten Verfahren auch eine konsequente Willkommenskultur auf behördlicher Ebene, einschließlich einer zügigen Verlängerung von Aufenthaltstiteln und unkomplizierter Visavergabe.
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