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Hessen: Pflegestützpunkt wird zu einem Pflegekompetenzzentrum
Das Land Hessen fördert den Ausbau des Pflegestützpunkts im Landkreis Fulda zu einem Pflegekompetenzzentrum mit 150.000 Euro. Der Schwerpunkt liegt nach Angaben des Gesundheitsministeriums auf individueller Fallbetreuung und einer besseren Vernetzung im Gesundheitswesen.
Gesundheits- und Familienministerin Diana Stolz (CDU) bezeichnete die Pflegestützpunkte demnach als „zuverlässige und kompetente Anlaufstellen vor Ort“, die Menschen mit Pflegebedarf und deren Angehörigen helfen sollen, sich in schwierigen Situationen zurechtzufinden. Die Mittel seien Teil einer landesweiten Initiative zur Weiterentwicklung der bestehenden Pflegestützpunkte zu Pflegekompetenzzentren.
Neben Fulda werden auch Projekte in Frankfurt am Main sowie in den Landkreisen Limburg-Weilburg und Groß-Gerau gefördert. Jedes kann über drei Jahre hinweg mit bis zu 150.000 Euro unterstützt werden. Der Förderzeitraum beginnt im Januar 2026.
Individuelle Fälle im Fokus
Ein wesentlicher Bestandteil der Weiterentwicklung ist laut Ministerium das sogenannte Case Management. Damit sollen Einzelfälle künftig individueller und bedarfsorientierter betreut werden. Pflegebedürftigkeit bringe häufig vielfältige Herausforderungen im Alltag mit sich – sowohl praktisch als auch emotional, betonte Stolz. Die Pflegestützpunkte sollten daher nicht nur Fachwissen vermitteln, sondern auch konkrete Lösungen für den Alltag aufzeigen.
Ergänzend wird das Care Management ausgebaut, das die gesamte Versorgungsstruktur einer Region in den Blick nimmt. Ziel sei es, Betroffene „aktiv durch den Pflegealltag zu begleiten“, so die Ministerin. Geplant sind darüber hinaus Maßnahmen zur besseren Erreichbarkeit, Regionalisierung und Digitalisierung der Angebote.
Bessere Vernetzung im Gesundheitswesen
Laut einem Hintergrundpapier sollen die geförderten Projekte Versorgungsstrukturen entwickeln, die eine sektorenübergreifende Beratung im Rahmen der Pflegestützpunkte erproben. Vorgesehen ist eine engere Zusammenarbeit mit Gemeindepflegern, Ehrenamtlichen sowie Akteuren im Gesundheitswesen wie Ärzten, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten. Die Beratung und Begleitung soll auch während einer laufenden Pflege fortgesetzt werden können.
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