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Gemeinnützigen Trägern fehlt das Geld für Klimaschutz

Bis 2050 sind nach Einschätzung von Fachleuten rund 150 Milliarden Euro notwendig, um soziale Einrichtungen in Deutschland energetisch zu modernisieren.

Gemeinnützigen Trägern fehlt das Geld, um Gebäude energetisch zu modernisieren. Foto: AdobeStock/Petair

Betroffen sind unter anderem Pflegeheime, Frauenhäuser, Kinderheime und Krankenhäuser. Das Problem: Den gemeinnützigen Trägern fehlt das Geld.

Tobias Gaydoul von der Rummelsberger Diakonie kritisierte auf einer Fachtagung der Evangelischen Bank die fehlende Refinanzierung: „Wir verfügen in der Sozialwirtschaft über keine ausreichenden Margen, um Investitionen zu finanzieren. Ohne eine grundlegende Reform der Refinanzierungsmechanismen bleibt unser Potenzial, nachhaltige Projekte voranzutreiben, ungenutzt.

Das bestätigt Peter Hettig, Geschäftsleiter Pflegeheime und Bau bei der diakonischen Stuttgarter Heimstiftung. Sie nutzt rund 140 Gebäude, von denen etwa zwei Drittel nachgerüstet werden müssten. Doch dafür gebe es kaum staatliche Zuschüsse. Die Gesamtkosten lassen sich laut Hettig „nicht pauschal benennen.“ Aber betrachte man nur die Umrüstung der Heizung in einer Einrichtung, „dann sprechen wir über mehrere Hunderttausend Euro, Ähnliches gilt für die nachträgliche Wärmedämmung“.

Sozialökonom Bernd Halfar sieht den Staat nicht in der Lage, die Milliarden alleine zu stemmen. Sein Vorschlag: Investmentfonds und Energiepartnerschaften. Sozialträger könnten gemeinsam mit Investoren Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen betreiben und durch Rückvergütungen nachhaltig wirtschaften.

Doch Experten wie Professor Christian Berg, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft Club of Rome fordern grundlegende Änderungen: „Das Ziel der nachhaltigen Transformation muss im Sozialrecht verankert werden.“ Ohne Reformen droht der ökologische Umbau der sozialen Infrastruktur zu scheitern.

Das Forderungspapier der Verbände lesen Sie hier.