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Flexible Arbeitszeiten stärken Pflegeeinrichtungen

Mit dem Abschluss des Verbundprojekts „Pflege:Zeit – organisationale Resilienz durch flexible Arbeitszeitgestaltung in der Pflege“ liegt nun der Evaluationsbericht vor. Ziel des Projekts war es, in der stationären Langzeitpflege neue Wege für eine lebensphasengerechte und bedürfnisorientierte Arbeitszeitgestaltung zu erproben. So sollte die Zufriedenheit der Beschäftigten erhöht und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit der Einrichtungen gestärkt werden.

Flexible Arbeitszeiten können ein Baustein sein, um die Zufriedenheit im Pflegeberuf zu steigern. Foto: Adobestock/Robert Kneschke

Das Projekt, durchgeführt von der MA&T Sell & Partner GmbH, dem Institut für Arbeit und Technik der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen sowie der Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach, wurde zwischen Juni 2023 und Mai 2025 umgesetzt. Die externe wissenschaftliche Begleitung übernahm die Dienstleistung, Innovation, Pflegeforschung GmbH (DIP).

Beim Praxispartner im Altenheim Hardterbroich wurden drei offene Experimentierräume eingerichtet: mobiles Arbeiten, Dienstplanung im Team sowie Ausfallkonzepte. Ergänzend fanden Workshops für Führungskräfte statt. Die Ergebnisse zeigen ein überwiegend positives Bild: Die Mehrheit der Zufriedenheits- und Resilienzindikatoren blieb auf hohem Niveau stabil, vier konnten sogar verbessert werden.

Die Teilnehmenden bestätigten die Ergebnisse und hoben zugleich die Notwendigkeit hervor, die neu gewonnenen Konzepte weiterzuführen. „Partizipative Arbeitszeitgestaltung kann in der stationären Langzeitpflege funktionieren“, betonte Johann-Moritz Hüsken von der DIP. Allerdings könne es anfangs zu Irritationen und Konflikten kommen, wenn individuelle und kollektive Bedürfnisse nicht übereinstimmen. Flexible Arbeitszeitgestaltung sei nicht immer konfliktfrei, insbesondere bei limitierten Personalressourcen. Die gewonnenen Konzepte sollen nun in weiteren Einrichtungen erprobt und weiterentwickelt werden.

Zur Langfassung des Evaluationsberichts.