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Einwanderung von Pflegekräften: In Sachsen-Anhalt fehlen Strukturen
In Sachsen-Anhalt gibt es immer noch keine landesweit zentrale Stelle zur beschleunigten Anerkennung internationaler Pflegekräfte, im Gegensatz zu den meisten anderen Bundesländern.
Das bemängelt die Landesgruppe des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (bpa). Während neun andere Bundesländer die ausländerrechtlichen Verfahren bereits zentralisiert haben, liegen sie in Sachsen-Anhalt weiterhin in den Händen zahlreicher kommunaler Behörden.
Sabine Kösling, die Landesvorsitzende des bpa, erklärt: „Im Fachkräfteeinwanderungsgesetz ist eine zentrale Stelle zur schnelleren und einheitlichen Abwicklung der Einwanderungsformalitäten vorgesehen, die in der überwiegenden Zahl von Bundesländern schon existiert. Sachsen-Anhalt hinkt hier hinterher und leistet sich einen bürokratischen Flickenteppich, der die Hürden für internationale Pflegekräfte und Arbeitgeber erhöht.“
Sozialministerin Petra Grimm-Benne hatte bereits die Einrichtung eines zentralen Ankunftsportals in Aussicht gestellt, nun seien aber konkrete Maßnahmen notwendig. Der Normenkontrollrat, ein Beratungsgremium der Bundesregierung zur Entbürokratisierung, unterstützt die Idee eines One-Stop-Shop-Verfahrens, um die Berufsanerkennung besser zu bündeln und zielgerichteter zu koordinieren.
Sabine Kösling fordert deshalb eine beschleunigte Anerkennung, die bei entsprechend ausgebildeten Pflegekräften aus dem Ausland zunächst generell eine Eignung unterstellt, und eine Bündelung der Expertise. Eine ähnliche Forderung hat kürzlich auch die bpa-Landesgruppe Niedersachsen erhoben, auch dort fehlt bislang eine zentrale Stelle zur schnelleren Abwicklung der Zuwanderungsformalitäten.
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