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Diakoneo und Dorfner gründen gemeinsame Servicegesellschaft
Diakoneo und der Verpflegungsspezialist Dorfner haben eine gemeinsame Servicegesellschaft für die Speisenversorgung von rund 200 Diakoneo-Einrichtungen gegründet. Der Sozialkonzern plant eine umfassende Neuorganisation seiner Speisenversorgung. Die Kooperation soll die Qualität der Verpflegung sicherstellen und gleichzeitig die steigenden Kosten in den Griff bekommen.
„Unsere Patienten und Bewohner erwarten zurecht eine gute und gleichbleibende Qualität des Essens, beste Zutaten und einwandfreie Hygiene“, erklärt Michael Krach, Kaufmännischer Vorstand bei Diakoneo. Bei der gegebenen Refinanzierung durch die Kostenträger könne der Sozialkonzern diese Ansprüche in den vielen kleinen Küchen schon seit Jahren nicht mehr kostendeckend erfüllen. „Uns ist es wichtig, dass wir die Menschen, die sich uns jeden Tag anvertrauen, auch in Zukunft lecker, gesund und hochwertig versorgen.“
Die Partnerschaft mit Dorfner sei eine logische Konsequenz, so Krach weiter. Das Unternehmen verfüge über umfassende Erfahrung in der Gemeinschaftsverpflegung und könne die unterschiedlichen Anforderungen der verschiedenen Diakoneo-Einrichtungen bedienen. Diakoneo hält 51 Prozent der Gesellschaftsanteile, Dorfner 49 Prozent. Der Sitz der neuen Gesellschaft ist Neuendettelsau.
Cook & Freeze-Verfahren soll Verschwendung reduzieren
Die neue Servicegesellschaft plant den Einsatz des sogenannten Cook & Freeze-Verfahrens. Dabei werden die Speisen zubereitet und unmittelbar schonend tiefgefroren, um Nährstoffe und Geschmack optimal zu konservieren. Laut Diakoneo ermöglicht dieses Verfahren eine längere Haltbarkeit, einfachere Logistik und höhere Flexibilität bei der Zubereitung.
Durch die Umstellung soll auch die Menge weggeworfener Lebensmittel deutlich reduziert werden. Gleichzeitig könne die Vielfalt des Speisenangebots sichergestellt und individueller auf Wünsche eingegangen werden, heißt es in der Mitteilung.
Erste Küchenschließungen ab Oktober geplant
Die Umsetzung der neuen Verpflegungsstruktur beginnt am 1. Oktober 2025. In einem ersten Schritt werden sechs Küchen in Diakoneo-Einrichtungen in Bayern geschlossen, die bislang etwa 60 Prozent der in Bayern zubereiteten Speisen produzierten.
Drei Küchen bleiben zunächst in Betrieb und werden Teil der neuen Gesellschaft: die Küchen im Tagungszentrum Neuendettelsau, der Klinik Hallerwiese-Cnopfsche Kinderklinik sowie in Coburg-Lützelbuch. Für die Diakoneo-Einrichtungen in Baden-Württemberg laufen laut Unternehmensangaben noch die Planungen für eine Integration in die Gesellschaft und die entsprechende Umstellung der Speisenversorgung.
Die Neuorganisation der Verpflegung ist nach Angaben von Diakoneo auch ein wichtiger Beitrag zur Sanierung des Sozialkonzerns, der in den vergangenen Jahren mit finanziellen Herausforderungen zu kämpfen hatte.
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