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DEVAP fordert Solidaritätsbeitrag der Babyboomer für stabile Pflegefinanzierung
Der Deutsche Evangelische Verband für Altenarbeit und Pflege (DEVAP) hat einen befristeten Solidaritätsbeitrag der geburtenstarken Jahrgänge gefordert. Damit solle die Finanzierung der Pflege angesichts des demografischen Wandels langfristig stabilisiert werden.
„Deutschland braucht einen neuen Gesellschaftsvertrag für die Altenpflege, um ein Pflegesystem zu schaffen, das dem Wandel gewachsen ist“, sagte DEVAP-Vorsitzender Wilfried Wesemann am Mittwoch in Berlin.
Nach Einschätzung des Verbands stoßen die bisherigen Finanzierungswege – Pflegeversicherungsbeiträge, Steuerzuschüsse und Eigenanteile – zunehmend an ihre Grenzen. „Die zentrale Herausforderung besteht in der intergenerativen Asymmetrie: Jüngere Generationen tragen steigende Kosten, während ihre Aussichten auf eine vergleichbare Absicherung im eigenen Pflegefall schwinden“, erklärte DEVAP-Vorstand Bodo de Vries. Ohne Reform drohten laut Berechnungen von Forschungsinstituten Beitragssteigerungen bis auf 4,5 Prozent bis 2035, das Wissenschaftliche Institut der PKV rechnet sogar mit 5,9 Prozent bis 2030.
Wesemann warnte, das Vertrauen in die Pflegeversicherung sei gefährdet. Wenn junge Menschen heute schon an einer künftigen Absicherung zweifelten, obwohl sie jahrzehntelang einzahlen, sei das ein Alarmsignal. De Vries betonte, Pflege dürfe nicht nur als institutionelle Versorgung verstanden werden, sondern müsse in soziale Netze eingebettet bleiben.
Mit einem Strategiepapier will der DEVAP die Reformdebatte auf Bundesebene weiter vorantreiben.
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