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Chemnitzer Bauleiter wegen Millionenbetrug bei Pflegeheimen verurteilt

Ein Chemnitzer Bauleiter muss wegen gewerbsmäßiger Bestechlichkeit und Untreue vier Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Chemnitz sah es laut einer Gerichtssprecherin gegenüber MDR SACHSEN als erwiesen an, dass der heute 48-Jährige beim Bau von Pflegeheimen erhöhte Rechnungen ausstellte und dabei zwei Millionen Euro in die eigene Tasche steckte. Die Ermittler deckten insgesamt 47 Fälle auf. Die Wirtschaftsstrafkammer ordnete zusätzlich die Einziehung von mehr als zwei Millionen Euro an.

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Das Landgericht Chemnitz hat einen 48-jährigen Bauleiter zu vier Jahren Haft verurteilt. Er soll systematisch Bauaufträge manipuliert und zwei Millionen Euro veruntreut haben. Foto: AdobeStock/sergign

Der Bauleiter nutzte laut den Ermittlungen seine zentrale Position bei mehreren Pflegeheimprojekten in Sachsen, um über Jahre hinweg ein systematisches Betrugssystem aufzubauen. Dabei wurden Angebote gezielt erhöht und Aufträge ohne Ausschreibung beim Bau von Pflegeheimen in den Landkreisen Zwickau, Mittelsachsen, im Erzgebirge sowie im Vogtlandkreis vergeben.

Nach Erkenntnissen der Integrierten Ermittlungseinheit Sachsen (INES) investierte der Angeklagte die illegalen Einnahmen in Millionenhöhe unter anderem in den Betrieb eines Pferdehofs und die Zucht von Sportpferden in Chemnitz. Das Verfahren gegen seine zunächst mitangeklagte Ehefrau stellte das Gericht laut MDR-Informationen vorläufig ein.

Die Taten sollen sich zwischen 2018 und 2022 ereignet haben. Vor Gericht räumte der Angeklagte die Vorwürfe ein, betonte jedoch, das Vorgehen sei mit seinem Arbeitgeber abgesprochen gewesen.