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Caritas ersetzt vollstationäre Pflege durch Wohngruppen

Die Caritas-Pflegeheime gGmbH stellt ihre Einrichtung Marienhort in Oldenburg grundlegend um. Statt wie ursprünglich geplant die vollstationären Pflegeplätze von 90 auf 43 zu reduzieren, schafft der Träger diese Betreuungsform nun komplett ab. Laut der Geschäftsführung sollen bis zum Frühling vier ambulant betreute Wohngruppen für insgesamt 42 Bewohner entstehen. Die erste Gruppe hat bereits den Betrieb aufgenommen.

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Die vollstationäre Pflege steht wirtschaftlich unter großem Druck und leidet besonders unter dem Fachkräftemangel. (Symbolbild) Foto: AdobeStock/Peter Atkins

„In der Weiterentwicklung des Nutzungskonzeptes haben wir uns für den Umbau des vollstationären Bereichs zu ambulant betreuten Wohngruppen entschieden“, erklärt Sebastian Betz, Geschäftsführer der Caritas Pflegeheime gGmbH, gegenüber der NWZ. Eine kleine vollstationäre Einheit wäre wirtschaftlich schwer zu betreiben gewesen.

Die Entscheidung folgt auf anhaltende Probleme in der Branche. Wie Betz bereits Anfang des Jahres gegenüber der Zeitung erläuterte, steht die vollstationäre Pflege wirtschaftlich unter großem Druck und leidet besonders unter dem Fachkräftemangel. Diese Faktoren machten eine Neuausrichtung des Standorts notwendig.

Der Umbau erfolgt etagenweise, während die ersten Bewohner bereits in renovierte Zimmer einziehen. Die Betreuung übernimmt der ambulante Pflegedienst der Caritas-Sozialstation, der das bisherige Personal aus der vollstationären Pflege übernimmt. „Die Bewohner kennen also die Mitarbeiter schon“, sagt Pflegedienstleiterin Nadine Busch.

Mehr Selbstbestimmung im Alltag

Das neue Konzept soll den Bewohnern mehr Eigenständigkeit ermöglichen. Gemeinschaftsküchen sowie große Ess- und Aufenthaltsbereiche bilden das Herzstück der Wohngruppen. Die Bewohner entscheiden selbst über ihre Mahlzeiten und können gemeinsam kochen.

Rund um die Uhr ist Personal aus den Bereichen Pflege, Hauswirtschaft und Reinigung anwesend. Weber verspricht feste Betreuungsteams ohne ständigen Personalwechsel. Die Mitarbeiter sollen auch gemeinsam mit den Bewohnern essen. „Es soll familienähnlich werden“, ergänzt Betz.

Die Nachfrage nach solchen Wohnformen steigt. Alten-WGs treffen den Zahn der Zeit.“ Die Menschen wollten eigenständig bleiben und ihre Entscheidungen selbst treffen, aber gleichzeitig „behütet und pflegerisch versorgt werden“, erklärt Weber.