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Bündnis fordert steuerfinanzierten Lohnersatz für pflegende Angehörige

Wer berufstätig ist und zugleich nahestehende Menschen pflegt, soll nach dem Willen des Bündnisses „Sorgearbeit fair teilen“ eine Lohnersatzleistung erhalten.

Wer erwerbstätig ist und gleichzeitig Angehörige pflegt, soll nach dem Willen des Bündnisses „Sorgearbeit fair teilen“ eine Lohnersatzleistung erhalten. Foto: Peter Mazlen/AdobeStock

Die aktuellen Regelungen zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf reichten nicht aus, erklärte das Bündnis am 28. März in Berlin.

Die Lohnersatzleistung solle steuerfinanziert sein, forderte das Bündnis. Sie solle Einkommensverluste kompensieren, wenn Pflegende ihre Arbeitszeit reduzieren oder Erwerbsarbeit ganz abbrechen müssen. Diese Leistung solle auch ein Anreiz für Männer sein, mehr Pflegeverantwortung zu übernehmen.

Es seien auch flexiblere berufliche Freistellungen erforderlich, damit Pflegende nicht in die Armutsfalle gerieten, hieß es weiter. Zudem brauche es einen Ausbau der professionellen Pflegeinfrastruktur.

Zum Bündnis „Sorgearbeit fair teilen“ gehören 31 Verbände, darunter der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Deutsche Alzheimer Gesellschaft, die Evangelischen Frauen in Deutschland und der Sozialdienst katholischer Frauen.