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BKSB feiert 25-jähriges Jubiläum auf Bundeskongress in Wuppertal

Der Bundesverband der kommunalen Senioren- und Behinderteneinrichtungen e.V. (BKSB) blickt auf ein Vierteljahrhundert erfolgreicher Verbandsarbeit zurück. Auf dem Bundeskongress in Wuppertal wurden die Jubiläumsfeierlichkeiten abgeschlossen und wichtige Impulse für die Zukunft der Pflege diskutiert.

Prof. Dr. Alexander Schraml, Vorsitzender des Bundesverband der kommunalen Senioren- und Behinderteneinrichtungen e.V. (BKSB)
Prof. Dr. Alexander Schraml, Vorsitzender des Bundesverband der kommunalen Senioren- und Behinderteneinrichtungen e.V. (BKSB) Foto: BKSB

Laut einer Mitteilung des BKSB bildete der Bundeskongress in Wuppertal den feierlichen Abschluss des Jubiläumsjahres. Der am 11. Januar 2000 in Siegburg (NRW) gegründete Verband vertritt inzwischen fast 100 kommunale Einrichtungsträger aus dem gesamten Bundesgebiet und hat sich als anerkannter Gesprächspartner in allen pflegepolitischen Gremien auf Bundesebene etabliert.

Von schwierigen Anfängen zur starken Interessenvertretung

Gründungsvorsitzender Otto B. Ludorff erinnerte in seiner Festrede an die schwierigen Anfangsjahre, die von zahlreichen Privatisierungen kommunaler Pflegeheime geprägt waren. Umso bemerkenswerter sei die heutige Stärke des Verbandes, der sich für mehr kommunale Verantwortung im Sinne der Daseinsvorsorge einsetzt.

Zukunftsimpulse für die Pflegeversorgung

Prof. Dr. Thomas Klie lieferte in seinem Vortrag fachliche Impulse für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung der pflegerischen Versorgung in Deutschland. Seine Thesen dienten als Grundlage für den „Open Space“ am Folgetag, bei dem die Teilnehmer in Kleingruppen intensiv diskutierten.

Podiumsdiskussion mit konkreten Forderungen

In der anschließenden Podiumsdiskussion unter Moderation von Sascha Sattler (Städtische Alten- und Pflegezentren Hannover) wurden vielfältige Forderungen erarbeitet:

  • Mehr kommunale Verantwortung in der Pflege
  • Sicherstellung der finanziellen Tragfähigkeit der Pflegeversicherung
  • Entbürokratisierung durch Entschlackung des Leistungs- und Vertragsrechts
  • Sektorenübergreifende Versorgungsansätze
  • Raum für Innovationen („Doing first – Regulation later“)
  • Gezielte Ansprache der „Baby-Boomer“ für bürgerliches Engagement

Die Diskussionsfrage nach den individuellen Vorstellungen zum eigenen Lebensabend zeigte die große Bandbreite der Wünsche – vom Verbleib in der eigenen Wohnung im Familienkreis über Wohngemeinschaften auf dem Land bis hin zum kleinen Heim im Stadtzentrum mit einer Kneipe in der Nähe.

Der nächste BKSB-Bundeskongress findet am 10. November 2026 in Halle an der Saale statt.