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Baden-Württemberg: Pflegekompetenzgesetz schnell umsetzen
Seit Jahresbeginn gelten bundesweit neue Regelungen, um hochschulisch ausgebildete Pflegefachpersonen gezielt auf heilkundliche Aufgaben vorzubereiten. Baden-Württemberg unterstützt diese Entwicklung und fordert eine zügige Umsetzung des Pflegekompetenzgesetzes. Sozialminister Manne Lucha (Grüne) kritisiert, dass bei der Übertragung heilkundlicher Aufgaben an Pflegekräfte bereits zu viel Zeit verloren wurde.
Baden-Württemberg begrüßt die Professionalisierung in der Pflege und fordert vom Bund eine schnelle Verabschiedung und Umsetzung des Pflegekompetenzgesetzes, damit die neuen Fähigkeiten auch in der Praxis ankommen, so das Landesministerium für Wissenschaft und das Sozialministerium in einer gemeinsamen Pressemitteilung.
„Die Zeit ist reif für eine Weiterentwicklung des Pflegeberufs und die Übertragung von heilkundlichen Aufgaben an entsprechend qualifiziertes Pflegefachpersonal. In der klinischen und ambulanten Versorgung werden akademisch ausgebildete Pflegefachpersonen dringend benötigt. Sie sind nahe an den Patientinnen und Patienten und können in spezifischen Bereichen die Behandlung eigenverantwortlich übernehmen“, betonte Sozialminister Manne Lucha (Grüne) am 21.Mai in Stuttgart.
Wissenschaftsministerin Petra Olschowski (Grüne) ergänzte: „Ein starkes Studienangebot ist entscheidend für eine zukunftssichere Gesundheitsversorgung. Durch die Bereitstellung von Studienplätzen schaffen wir die notwendigen Voraussetzungen für die vertiefte wissenschaftliche Ausbildung der Pflege.“
Ministerin Olschowski und Minister Lucha würdigten beide die Reform der hochschulischen Ausbildung nach dem Pflegeberufegesetz. Studierende würden befähigt, erweiterte heilkundlichen Tätigkeiten eigenverantwortlich zu übernehmen.
Minister Lucha kritisiert, dass bei der Übertragung heilkundlicher Aufgaben an Pflegekräfte bereits zu viel Zeit verloren wurde. Das Pflegekompetenzgesetz soll nun laut Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD zeitnah umgesetzt werden. Damit würde Deutschland zu internationalen Standards aufschließen, wo Pflegekräfte bereits umfassendere Befugnisse haben. „Diese Zielsetzung ist sehr zu begrüßen, denn es ist schon viel zu viel Zeit vertan worden. Pflegefachpersonen können bereits jetzt schon deutlich mehr Verantwortung übernehmen, als sie derzeit dürfen“, so Lucha hinzu.
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