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Arbeiterwohlfahrt: Wechsel an der Bundesspitze

Der bisherige Bundesvorstandsvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt (Awo), Wolfgang Stadler, übergibt zum 1. Januar 2021 sein Amt nach 11 Jahren an Jens M. Schubert und geht in den Ruhestand.

Wolfgang Stadler, ehemaliger Awo-Chef.
Foto: Awo Awo-Chef Wolfgang Stadler verabschiedet sich zum Ende des Jahres 2020 in den Ruhestand.

Im Rahmen der virtuellen Abschieds-Veranstaltung wurde Stadler mit der Awo-Verdienstmedaille geehrt. Unter den Laudatoren waren unter anderem Verbandspräsident Wilhelm Schmidt und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Heil würdigte die Bedeutung von Stadlers Lebenswerk nicht nur für die Arbeiterwohlfahrt, sondern auch für den Sozialstaat: „Das Ziel der Awo ist es, das Leben von Menschen besser zu machen. Der historische Wissensschatz der Awo ist, dass sozialer Fortschritt nicht vom Himmel fällt, sondern erstritten werden muss. Dass die Awo bereit ist, sich in diesem Sinne einzusetzen, ist auch mit das Verdienst von Wolfgang Stadler. Er hat das Erbe von Marie Juchacz würdig weitergetragen.“

Jens M. Schubert, der ab dem Januar die Position des Bundesvorstandsvorsitzenden einnehmen wird, drückte seinem Vorgänger Anerkennung aus: „Es ist für mich beeindruckend zu sehen, wie über alle Abschieds-Veranstaltungen hinweg, gleichgültig, wer verabschiedet hat – Mitarbeitende, Weggefährten, Personen mit ganz unterschiedlichen politischen Verortungen – gleichsam positiv über Dich gesprochen haben. Das nötigt mir höchsten Respekt ab.“ Schubert war bis 2020 Leiter des Bereichs Recht und Rechtspolitik in der Bundesverwaltung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi sowie Ehrenamtlicher Richter am Bundesarbeitsgericht und am Bundessozialgericht. Er beschäftigt sich in Wissenschaft und Praxis u.a. mit den Themen Pflege, Recht der schwerbehinderten Menschen und der Arbeitsförderung.