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Ambiente Care Süd: Neue Betreiber für alle sieben Pflegeheime gefunden

Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über die Ambiente Care Süd GmbH zum 1. Mai 2026 stehen für sämtliche sieben Pflege- und Betreuungseinrichtungen des Unternehmens nahtlose Fortführungslösungen bereit. Das teilte der Insolvenzverwalter Dr. Hubert Ampferl von der Kanzlei Dr. Beck & Partner am 5. Mai 2026 in München mit. Rund 625 Mitarbeitende sollen von den neuen Betreibern übernommen werden, die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner bleibt im gewohnten Umfeld sichergestellt.

Für alle Einrichtungen der insoventen Ambiente Care Süd liegen nahtlose Fortführungslösungen mit neuen Betreibern vor. Foto: Adobe Stock/Robert Kneschke

Die Ambiente Care Süd GmbH war in erhebliche finanzielle Schieflage geraten und betrieb zuletzt sieben Seniorenresidenzen und Pflegeeinrichtungen in vier Bundesländern, einschließlich des Standorts Laatzen. Nach der Einsetzung von Dr. Ampferl als vorläufigem Insolvenzverwalter wurde in Abstimmung mit der Bundesagentur für Arbeit eine Insolvenzgeld-Vorfinanzierung organisiert. Dadurch konnten Mitarbeitende, die seit Februar auf rückständige Löhne warteten, bereits nach wenigen Tagen Zahlungen erhalten.

Lob für den Einsatz der Belegschaft

Die Insolvenzverwaltung hat im Laufe des April gemeinsam mit den Einrichtungsleitern und den zuständigen Heimaufsichten alle Voraussetzungen für einen geordneten Pflege- und Einrichtungsbetrieb geschaffen. Ampferl würdigte ausdrücklich das Engagement der Beschäftigten: „Den Mitarbeitenden gebührt größte Anerkennung, da sie sich ungeachtet der Situation rund um die Uhr mit Empathie und größtem Einsatz um die ihnen anvertrauten Menschen zuverlässig gekümmert haben.“ Die insgesamt rund 625 in der Pflege und Betreuung tätigen Mitarbeitenden würden durch die neuen Betreiber weiterbeschäftigt, wie es in der Mitteilung heißt.

Vier Betreibergruppen übernehmen die Standorte

Die Einrichtungen in Dresden mit rund 80 Bewohnerinnen und Bewohnern und in Neuenhagen bei Berlin mit etwa 140 Bewohnerinnen und Bewohnern werden von Betreibergesellschaften der GLOMI Deutschland GmbH fortgeführt, einem Tochterunternehmen der italienischen GLOMI-Gruppe. Die Standorte Velbert mit etwa 95 und Rotenburg an der Wümme mit rund 100 Bewohnerinnen und Bewohnern übernimmt die emida Marisa GmbH aus der emida Residenzen-Gruppe. Der Standort Unna mit etwa 60 Bewohnerinnen und Bewohner geht an ein Joint Venture der AP Pflegedienst GmbH und der Sander Pflege GmbH.

Auvictum-Gruppe will Standort Laatzen reaktivieren

Die Pflegeeinrichtung in Hatten mit rund 65 Bewohnerinnen und Bewohnern wird künftig von einer Gesellschaft der Auvictum-Gruppe betrieben, die bundesweit etwa 35 Seniorenresidenzen und Pflegeeinrichtungen unterhält. Diese möchte auch die Einrichtung in Laatzen, die auf heimaufsichtliche Anordnung geräumt worden war, wieder in Betrieb nehmen und übernimmt dafür das dortige Pflege- und Betreuungspersonal. Parallel hat der Insolvenzverwalter ein kleines Verwaltungs- und Abwicklungsteam aufgestellt, das die Geschäftsunterlagen aufarbeitet. Die Gläubiger erhalten in den kommenden Tagen postalisch Unterlagen zur Anmeldung ihrer Forderungen zur Insolvenztabelle.