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ALTENPFLEGE 2025: Mit Bewegung zu mehr Alltagskompetenz

Multimodales Training, das Kraft-, Koordinations- und Ausdauerübungen kombiniert, gilt als besonders effektiv, um die Ressourcen pflegebedürftiger Menschen zu stärken.

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Multimodales Training, das Kraft-, Koordinations- und Ausdauerübungen kombiniert, gilt als besonders effektiv, um die Ressourcen pflegebedürftiger Menschen zu stärken. ALTENPFLEGE Messe/Florian Arp

Studien zeigen, dass bis zu 92 Prozent der Bewohner:innen von Pflegeeinrichtungen überwiegend inaktiv sind. Das bestform-Programm setzt genau hier an. Bestform ist ein multimodales Trainingskonzept aus Kraft-, Koordinations- und Ausdauerübungen. Es ist speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt. Ziel ist der Erhalt von Mobilität und Selbstständigkeit. Laut Prof. Dr. Monika Siegrist von der Technischen Universität München (TUM), die das Konzept wissenschaftlich begleitet hat, ist gerätegestütztes Training besonders effektiv, um Stürze zu vermeiden und die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten. „Schon eine reduzierte Schrittzahl über 14 Tage führt zu einem signifikanten Leistungsabfall“, warnte der Heidelberger Geriater Prof. Jürgen Bauer auf dem Bestform-Kongress im Oktober letzten Jahres. Regelmäßiges Training erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern auch das Wohlbefinden und die Selbstständigkeit.

Wissenschaftliche Studien untermauern die Wirksamkeit

Bereits in einer Pilotstudie 2018/19 konnte die Machbarkeit des bestform-Programms erfolgreich gezeigt werden. In zwei Senioreneinrichtungen nehmen 42 Prozent der Bewohner:innen bis heute regelmäßig teil, berichtet Stiftsdirektorin Lisa Brandl-Thür, die das Programm seit der Pilotphase im KWA Stift Rupertihof begleitet. In einer anschließenden Studie mit 21 Einrichtungen und 400 Teilnehmern wurden die positiven Effekte des Programms wissenschaftlich bestätigt.

Sturzprävention: Neue Leitlinien und Technologien

Die Bundesinitiative Sturzprävention (BIS) hat 2023 ihre Leitlinien aktualisiert, um Stürze und deren Folgen bei älteren Menschen zu minimieren. Für Senioren mit moderatem Risiko wird ein Mix aus Gruppentraining und individuellen Einheiten empfohlen. Bei hohem Risiko kommen komplexe Interventionen zum Einsatz, darunter Gleichgewichtstraining und spezifische Bewegungsabläufe wie das eigenständige Aufstehen vom Boden, um Liegezeiten im Falle eines Sturzes zu minimieren.

Neben der Sturzprävention führt regelmäßige Aktivität zu einer besseren Balance und kann Schmerzen lindern. Vor allem in Pflegeeinrichtungen, wo Bewegungsmangel oft die Regel ist, stellt ein strukturiertes Bewegungsprogramm eine wichtige Ergänzung der Pflege dar. Es ermöglicht den Bewohner:innen, ihre Alltagskompetenzen länger zu bewahren.

Informieren Sie sich auf der ALTENPFLEGE 2025 im Bereich Pflege & Therapie in Halle 9, wie Sie Ihre Bewohner stärker in Bewegung bringen, wie Sie mit passenden Produkten die Motivation fördern und welche Hilfsmittel.