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Münchenstift: 134 neue Auszubildende starten in der Pflege
Bei der Münchenstift haben am 1. September 2026 insgesamt 134 junge Menschen ihre Ausbildung oder ihren Freiwilligendienst begonnen. Die städtische Tochtergesellschaft bildet Pflegefachkräfte und Pflegefachhelfer:innen aus und bietet Plätze im Freiwilligen Sozialen Jahr sowie im Bundesfreiwilligendienst. Nach Angaben des Unternehmens bleiben viele Auszubildende dem Träger über Jahrzehnte erhalten.
Von den 134 Nachwuchskräften beginnen 68 die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft, 46 werden Pflegefachhelfer:in und 20 absolvieren ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) oder einen Bundesfreiwilligendienst (BFD). Für die einjährige Ausbildung zur Pflegefachhelfer:in ist ein erfolgreicher Mittelschulabschluss ausreichend. Nach dem Abschluss können die Absolvent:innen direkt in die dreijährige Pflegefachausbildung wechseln, ohne Realschulabschluss oder Fachabitur nachweisen zu müssen.
Generalistik stärkt Austausch der Pflegebereiche
Seit 2020 ist die Pflegeausbildung als generalistische Ausbildung neu aufgestellt. Berufsanfänger:innen lernen zunächst Krankenpflege, Kinderkrankenpflege und Altenpflege kennen, bevor sie sich für einen Fachbereich entscheiden. Natasa Tatomir, Leiterin der Ausbildungskoordination bei der Münchenstift, erklärt: „Die Generalistik stärkt den Austausch zwischen den Pflegebereichen – das zeigt sich auch daran, dass Auszubildende aus anderen Bereichen zu uns wechseln.“
Bessere Bezahlung, wachsende Wertschätzung
Nach Beobachtung Tatomirs gewinnt das Berufsbild der Langzeitpflege auch wegen der mittlerweile guten Bezahlung zunehmend an Wertschätzung. Bürgermeisterin Verena Dietl, zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der Münchenstift, verweist auf verbesserte Rahmenbedingungen wie bessere Bezahlung, die reformierte Ausbildung, Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Entlastung im Berufsalltag durch mehr Personal und Digitalisierung. Die Landeshauptstadt München unterstütze die Ausbildungsstätten laut Dietl unter anderem durch die Finanzierung des Schulsozialdienstes.
Lange Betriebszugehörigkeit als Perspektive
Personalleiter Markus Edel hebt die langfristige Bindung an das Unternehmen hervor. „Wer einmal Münchenstiftler ist, bleibt das auch: Manch ein Kollege, der bei uns gelernt hat, ist seit 20 oder 30 Jahren dabei“, erklärt Edel. Die Ausbildung bei der Münchenstift sei nach seinen Worten „eine Entscheidung für einen krisenfesten Beruf bei einer gemeinnützigen Arbeitgeberin“, die ihre Auszubildenden vom ersten Tag an begleite.
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