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Protest gegen PNOG: Ver.di rollt Pflegebett zum Bundestag
Die Gewerkschaft ver.di startet am 30. August eine Protestaktion gegen die geplante Pflegereform der Bundesregierung. Beschäftigte aus der Altenpflege wollen ein Pflegebett 204 Kilometer weit von Magdeburg bis vor das Reichstagsgebäude in Berlin schieben. Mit der Aktion will die Gewerkschaft der Politik die Botschaft übermitteln, an einer bedarfsgerechten Pflege dürfe nicht gespart werden.
Zu den beiden Initiatoren zählt nach Angaben von ver.di Johannes Hermann, Altenpfleger und Betriebsrat bei der Arbeiterwohlfahrt in Sachsen. „Wir laufen 204 Kilometer bis zum Bundestag, um den politisch Verantwortlichen unsere Botschaft zu überbringen: An einer bedarfsgerechten Pflege darf nicht gespart werden“, erklärte Hermann. Der Protestzug richtet sich gegen das geplante Pflegeneuordnungsgesetz des Bundesgesundheitsministeriums.
Hitze legt Investitionsstau offen
Nach Einschätzung der Gewerkschaft haben die zurückliegenden Tage extremer Hitze deutlich gemacht, wie groß der Investitionsstau und der Arbeitsdruck in der Altenpflege bereits seien. Statt Verbesserungen auf den Weg zu bringen, drohten mit dem Pflegeneuordnungsgesetz weitere Verschlechterungen – für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen ebenso wie für Versicherte und Beschäftigte, so ver.di.
Route über sechs Städte nach Berlin
Die Tour startet in Magdeburg und führt über Burg, Genthin, Brandenburg an der Havel, Werder und Potsdam nach Berlin. Am Montag, 7. September, soll der Protestzug um 16.00 Uhr vor dem Reichstagsgebäude eintreffen. An Start, Ziel sowie bei Zwischenstopps sind laut Gewerkschaft Kundgebungen und Aktionen geplant.
Übergabe der Forderungen am Reichstag
Vor dem Reichstagsgebäude sollen die Forderungen der Pflegenden an Bundestagsabgeordnete übergeben werden. Nach Angaben von ver.di will die Gewerkschaft damit die politisch Verantwortlichen direkt mit den Anliegen der Beschäftigten aus der Altenpflege sowie mit den absehbaren Folgen des Pflegeneuordnungsgesetzes für pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen konfrontieren.
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