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Diakonie Düsseldorf gewinnt Aktivieren-Preis 2026 für Digitalkonzept

Das Otto-Ohl-Haus und das Tersteegen-Haus der Diakonie Düsseldorf haben den Aktivieren-Preis 2026 der Fachzeitschrift „Aktivieren“ gewonnen. Ausgezeichnet wurde ihr Konzept „Digitale Soziale Betreuung mit Mehrwert“, das digitale Anwendungen mit Biografiearbeit verbindet. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert.

Aktivierenpreis 2026
Aktivieren-Chefredakteurin Miriam von Bardeleben (2. Reihe, 5. v. l.) und Aktivieren-Redakteurin Thordis Gooßes (l.) überreichten den Preis gestern in Düsseldorf. Nikola Jansen und Silja Cornelis (1. Reihe, 2. und 3. v. l.) freuten sich gemeinsam mit dem gesamten Team der Diakonie Düsseldorf. Foto: Anne Wolf, Kommunikation Diakonie Düsseldorf

Der Wettbewerb stand 2026 unter dem Fokus digitaler Tools in der Sozialen Betreuung. Nikola Jansen und Silja Cornelis, Leitungen des Sozialen Dienstes beider Häuser, überzeugten die Fachjury mit ihrem Ansatz. Dieser setze laut Jury „mit ihrem fachlich exzellent aufgebauten und langfristig entwickelten Digitalkonzept Maßstäbe“ und verankere Digitalisierung „nachhaltig im Betreuungsalltag“. Der Jury gehörten Aktivieren-Redakteurin Thordis Gooßes, die Betreuungsleitungen Carina Wrobel und Insa van Oterendorp sowie Digitalisierungsexperte Sam Seemann an.

Digitale Angebote seit 2008

Bereits 2008 integrierten die beiden Häuser nach Angaben der Diakonie mit der Nintendo Wii erste digitale Bewegungsangebote in die Betreuung. Heute umfasst das im Qualitätsmanagement verankerte Konzept unter anderem die Tagea-App zum Austausch mit Angehörigen, das Projektionssystem Qwiek.up, die MelodieBox, das Bike Labyrinth, die Tovertafel, De BeleefTV sowie den Roboter Pepper.

Biografiearbeit als Fundament

Grundlage aller Angebote sei die Biografiearbeit, so die Einrichtung. Individuelle Lebensgeschichten und Vorlieben der Bewohnerinnen und Bewohner stünden im Mittelpunkt, digitale Anwendungen machten sie erlebbar. „Die Technik macht das nicht allein“, sagte Silja Cornelis, Leitung Sozialer Dienst, bei der Preisverleihung. „Dafür braucht es Menschen, die entscheiden, welches Angebot jeweils passen könnte.“

Angehörige über App eingebunden

Über die Tagea-App tauschen Betreuung, Pflege und Familien nach Angaben der Diakonie Fotos, Erinnerungen und biografische Informationen datenschutzkonform aus. Angehörige berichteten von verbesserter Kommunikation und stärkerer Einbindung in den Alltag. Aktivieren-Chefredakteurin Miriam von Bardeleben erklärte bei der Preisverleihung: „Das ausgezeichnete Konzept nimmt in den Fokus, dass Technik die Beziehung unterstützt, statt sie zu ersetzen – mutig, vertrauensvoll und gut begleitet.“

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