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Arbeitslose sollen Mitarbeiter während der Pandemie entlasten

Die Linken-Bundesvorsitzende Katja Kipping fordert Tausende neue Stellen in Alten- und Pflegeheimen, um Besuche von Angehörigen während der Corona-Pandemie zu erleichtern.

Katja Kipping
Die Geschäftsführerin des Paritätischen Gesamtverbandes, Katja Kipping, bezeichnete die geplanten Änderungen als riskant. Die angekündigte „Technologieoffenheit" könne sich für viele Haushalte als Kostenfalle erweisen und setze falsche Anreize für Investitionen in fossile Heizsysteme. Foto: Anke Illing

"Wir sollten ein Bundesprogramm auflegen für sogenannte Besuchslotsen", sagte Kipping den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom 8. August. "In jedem der rund 12.000 Alten- und Pflegeheime in Deutschland sollte mindestens eine Stelle für Besuchslotsen geschaffen werden", forderte sie.

Kipping erklärte, dass den regulären Pflegekräften die Zeit fehle, um Treffen mit den Angehörigen nach den Regeln des Infektionsschutzes zu organisieren. "Wir können Menschen in Alten- und Pflegeheimen nicht über viele Monate isolieren", betonte sie. Gerade für Demenzkranke sei jeder Sozialkontakt wichtig.

Die Stellen will Kipping mit Arbeitslosen aus besonders von der Pandemie getroffenen Branchen besetzen. "Es gibt jede Menge Personal, das gerade dem eigenen Beruf nicht nachgehen kann: im Veranstaltungsbereich, der Kulturpädagogik oder in der Tourismusbranche", sagte sie. "Das müssen keine gelernten Pflegekräfte sein, aber sie sollten gewisse Fähigkeiten haben im kommunikativen Umgang." Diesen Leuten könne man in der Corona-Zeit gezielt einen vorübergehenden Einsatz als Besuchslotse anbieten.